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Wenn es draußen dunkler wird - Herausforderungen der kalten Jahreszeit am Arbeitsplatz

Der Herbst steht in den Startlöchern und damit die „dunkle Jahreszeit“. Weniger Tageslichtstunden und mehr Dunkelheit können für manche Menschen zur Herausforderung werden. Und damit stellt sich die Frage was man, im privaten Umfeld, aber ganz besonders bei der Arbeit tun kann um diesen Herausforderungen zu begegnen.


Welche Herausforderungen und Lösungsansätze gibt es am Arbeitsplatz?


Lichtmangel/ Vitamin D-Mangel

Durch fehlendes Tageslicht und weniger Sonnenstunden fällt es schwer genug Vitamin D zu sammeln und manchmal auch einen Umgang mit der vermehrten Dunkelheit zu finden. Denn für viele gilt: im Dunkeln zur Arbeit, im Dunkeln nach Hause.

Am Arbeitsplatz können Tageslichtlampen Abhilfe schaffen. Arbeitgeber können Tageslichtlampen in Büros installieren oder tragbare Tageslichtlampen zur Verfügung stellen, die das natürliche Tageslicht simulieren und die Stimmung der Mitarbeiter:innen verbessern. Auch Mittagspausen im Freien sind eine gute Möglichkeit, um Tageslicht zu tanken und Vitamin-D zu produzieren. Selbst kurze Spaziergänge können dabei hilfreich sein. Schnappen Sie sich die liebsten Kolleg:innen und los geht es zu einer kurzen Erkundungstour rund um den Arbeitsplatz.


Wetter/ Witterungsbedingungen

Bei schönstem Sonnenschein im Oktober lässt es sich leicht zum Arbeitsplatz fahren. Doch wenn die Wind- und Regenstürme oder sogar Schnee auf den Plan kommen, dann wird das Wetter zur Herausforderung.

Flexible Arbeitszeiten und Telearbeit schaffen Möglichkeiten auf schwierige Witterungsbedingungen zu reagieren. Arbeitgeber können flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur Telearbeit anbieten, um den Arbeitnehmern das Pendeln bei besonders schlechtem Wetter zu ersparen. Außerdem hilft diese Option ebenfalls bei leichten, aber ansteckenden Erkrankungen sowie kranken Kindern. Mit ein wenig Flexibilität von allen Seiten lassen sich, insbesondere Bürotätigkeiten, so gut weiter durchführen.

Auch wetterangepasste Kleidung ist im Herbst ein großes Thema. Bei reduzierten Temperaturen um Energiekosten zu sparen oder auch zugigen Arbeitsplätzen empfiehlt es sich besonders sich als Arbeitnehmer:in sich mit passender Kleidung ausstatten, um sich gegen die Kälte und die Witterungsbedingungen zu schützen. Das erleichtert das Pendeln bei schlechtem Wetter und schützt vor Kälte am Arbeitsplatz.


Gesundheitliche Probleme

Mit den kühleren Temperaturen ziehen auch die laufenden Nasen und hustenden Kolleg:innen wieder im Arbeitsumfeld ein. Um sich und andere zu schützen helfen gesundheitliche Vorsorge und ein gutes Hygienebewusstsein.

Gesundheitliche Vorsorge: Gesunde Ernährung, viel Trinken und frische Luft stärken das Immunsystem. Regelmäßiges Lüften lässt außerdem vorhandene Viren und Krankheitserreger ausziehen.

Hygienebewusstsein: Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen sollten verstärkt auf Hygiene achten. Regelmäßig die Hände waschen und Desinfektionsmittel verwenden hilft dabei Ansteckung zu reduzieren und sich und andere zu schützen. Achten Sie dabei als Arbeitgeber:in auf ausreichende und wirkungsvolle Hygieneartikel wie Seife, Einweghandtücher und Desinfektionsmittel. Auch verschließbare Mülleimer können hilfreich sein.


Energie- und Motivationsverlust

Kälte, Regen und allgemeiner Stimmungsverlust treten häufig als Kombination auf und nehmen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Dagegen hilft die ergonomische und individuelle Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitgeber können den Arbeitsplatz so gestalten, dass er angenehm und motivierend ist, etwa durch farbenfrohe Dekorationen, ergonomische Möbel und Pflanzen. Auch die Möglichkeit für individuelle Gestaltung von Arbeitsräumen hilft die Arbeitnehmer:innen mitzunehmen und eine positive Arbeitsumgebung zu schaffen.

Auch regelmäßige Pausen und Bewegung tragen zu einer Verbesserung der Energie und der Motivation bei. Arbeitnehmer sollten regelmäßige kurze Pausen einlegen und Bewegung in ihren Arbeitstag integrieren, um ihre Energie aufrechtzuerhalten.


Soziale Isolation

Durch mehr virtuelle Arbeit, Krankheit oder schlechtes Wetter kann eine Tendenz zur sozialen Isolation entstehen. Hier können virtuelle soziale Aktivitäten greifen. Arbeitgeber können virtuelle soziale Aktivitäten wie Videokonferenzen, virtuelle Kaffeepausen oder Team-Chats organisieren, um die soziale Interaktion unter den Mitarbeitenden aufrechtzuerhalten. Auch Treffen außerhalb des Arbeitsplatzes steigern das „Wir-Gefühl“ und helfen gegen Einsamkeit. Gemeinsame Aktivitäten machen Freude und lassen die Dunkelheit fast vergessen.

Gehalt - zwischen Wertschätzung und Schmerzensgeld

Im klassischen Sinne ist das Gehalt die Gegenleistung für die erbrachte Arbeitsleistung. Und doch werden dem monatlichen Entgelt noch viel mehr Rollen und Aufgaben zugesprochen.


Gehalt als Wertschätzung

Wird ein Betrag gezahlt der als höher empfunden wird oder im Vergleich zu anderen höher ausfällt, so wird das Gehalt als Wertschätzung erlebt und wahrgenommen. Auch Bonuszahlungen, besondere Vergütungen und finanzielle Zusatzleistungen werden positiv aufgefasst und das „Mehr“ als besondere Anerkennung der eigenen Leistung erlebt.


Gehalt als Schmerzensgeld

In manchen Situationen wird ein höher empfundenes Gehalt als Schmerzensgeld interpretiert. Sind die äußeren Rahmenbedingungen negativ geprägt und das Arbeitsumfeld oder die Tätigkeit als belastend empfunden, so werden höhere Gehaltszahlungen als Ausgleich für die „schlechten“ Bedingungen wahrgenommen.


Was ist nun der Unterschied?

In beiden Fällen wird eine Arbeitsleistung erbracht und in beiden Fällen wird ein höherer Geldbetrag gezahlt als der erlebte Standard für diese Tätigkeit. Der große Unterschied ist die Wahrnehmung des Arbeitnehmers, welcher z.B. durch persönliche Erfahrungen oder die Kommunikation der Arbeitgebers geprägt sind. Grundsätzlich ist die Interpretation von Gehalt ab einem gewissen Grad Relationen und Verhältnismäßigkeiten unterworfen die subjektiv von Arbeitnehmern und Arbeitgebern interpretiert werden.

Dies bedeutet für Arbeitnehmer, dass Sie sich selber eine positive Wahrnehmung Ihres Gehaltes schaffen können und bei einem Gefühl von fehlender Wertschätzung bzw. fehlendem Gehalt den angemessenen Vergleich ziehen sollten. Gehaltsvergleiche im Internet können hier einen sehr guten Ansatz liefern. Denn es gilt „Gleiches mit Gleichem“ zu vergleichen.

Für Arbeitgeber heißt es die Gehaltszahlungen entsprechend zu vermarkten und zu erklären. Wenn Sie mit der Gehaltszahlung ein Gefühl von „Schmerzensgeld“ vermitteln, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger die eigene Arbeit auch negativer betrachten wird. Geben Sie allerdings das Gefühl die besondere Arbeit mit dem Geld zu wertschätzen, können Sie dem besonderen Wert der Tätigkeit Ausdruck verleihen und der Aufgabe ein besseres Image geben.


Denn auch hier gilt am Ende: Alles ist relativ!

Wie stehen Selbstfürsorge und Karriere zueinander?

Karriere macht man, Karriere hat man, doch wo hat da Selbstfürsorge einen Platz? Kann man Karriere machen und dabei Selbstfürsorge betreiben? Ist es nicht sinnvoll erst Karriere zu machen und dann Selbstfürsorge zu betreiben? Fragen über Fragen!


Karriere wird von jedem Menschen unterschiedlich definiert. Dabei kann der Begriff „Karriere“ für eine Berufstätigkeit stehen oder auch für einen bewussten und gesteuerten Aufstieg auf der beruflichen Leiter. In beiden Fällen, und allen Variationen dazwischen, wird die Selbstfürsorge selten in Kombination mit dem Karrierebegriff genannt. Dabei ist Karriere Teil der Selbstfürsorge genau so wie die Selbstfürsorge ein Teil der Karriere sein sollte.


Selbstfürsorge umfasst alle Aktivitäten zum Erhalt oder auch zur Verbesserung der eigenen Situation. Ganz speziell steht dabei die Fürsorglichkeit rund um die eigene Person im Mittelpunkt. Diese Fürsorglichkeit beginnt dabei nicht am Ende des Arbeitstages, an der eigenen Haustür, sondern sie steht auch fest im eigenen Handeln bei der Arbeit. Und damit auch bei der Karriere. Je nach Aktivitäten für die eigene Karriere sind diese mehr als nur dem Aufstieg und der Veränderung gewidmet. Sie dienen der positiven Veränderung für das jeweilige Individuum.


Welche Aktivitäten gehören zur Selbstfürsorge rund um die Karriere?

  • Arbeitsrahmenbedingungen regelmäßig überprüfen und ggf. nachverhandeln
  • Gehaltsanpassungen regelmäßig verhandeln (alle 12- 18 Monate)
  • Jobwechsel wenn angemessen und positive Veränderungen möglich sind
  • Erwartungen mit allen Beteiligten klären und abgleichen
  • Regelmäßiges Feedback einfordern (und auch geben)
  • Prioritäten rund um die eigenen Bedürfnisse setzen
  • Weiterbildungsmaßnahmen besuchen
  • Aufgaben und Verantwortungen nach eigenen Stärken aussuchen

Welche Vorteile bietet Selbstfürsorge für die Karriere?


Selbstfürsorge hat eine stärkende Funktion. Durch das Gefühl selbst über Situationen zu bestimmen, die Kontrolle über die eigene Karriere in den Händen zu halten und echte Veränderungen durch Aktivitäten der Selbstfürsorge können nachhaltige Effekte erzielt werden. Dazu zählen:

  • Stärkung des Selbstwertes
  • Stärkung von Verhandlungspositionen
  • Höhere Motivation
  • Bessere Aufstiegschancen
  • Größere Arbeitszufriedenheit
  • Bessere Führung (selbst durchgeführt oder durch Führungskraft angepasst)
  • Positivere Einstellung zur Karriere
  • Gestärkte Resilienz bei Herausforderungen
  • Stärkung des physischen und psychischen Wohlbefindens

Selbstfürsorge in der Karriere bedeutet Eigenverantwortung für die Karriere und die eigene Tätigkeit zu übernehmen und in positive Handlungen zu kommen, um die Ziele zu erreichen und voranzutreiben die Sie sich selbst gesteckt haben.

Selbstfürsorge im Urlaub integrieren

Freie Tage, leckeres Essen, gute Gesellschaft, schöne Ausblicke – Was gehört für Sie zu einem schönen Urlaub? Hoffentlich besonders viele Dinge Ihrem Körper und Ihrer Seele gut tun. Doch manchmal vergessen wir vor lauter Aktivitäten, Ausflügen und neuen Entdeckungen die Basis unserer Selbstfürsorge. Und diese kann dabei individuell unterschiedlich aussehen. Wichtig ist, dass Sie sich Ihre Selbstfürsorgebedürfnisse bewusst machen und diese in Ihren Urlaub integrieren dürfen. Und hier sind einige Inspirationen für Selbstfürsorge im Urlaub:

  • Wohlfühlsachen mitnehmen: das Lieblingskissen, die bequeme Hose, das gute paar Schuhe zum Laufen – Hauptsache es steigert das Wohlbefinden.
  • Ausreichend Schlafen: Ob länger ausschlafen, früher zu Bett gehen oder ein ausgiebiger Mittagsschlaf – Schlaf fördert die Regeneration und darum geht es doch im Urlaub, oder?
  • Massage, Kosmetik & Co.: Dienstleistungen die das Wohlbefinden stärken und fördern und für eine bewusste Auszeit sorgen erlauben Freiräume und Entspannung.
  • Handy, Tablet & Co. ausschalten: Nicht erreichbar zu sein und sich nicht mit den Neuigkeiten der Welt zu beschäftigen hat eine befreiende Wirkung und schafft Raum für (noch) schönere Dinge.
  • Routinen beibehalten: Wenn wir wohltuende Routinen gefunden haben, dann dürfen wir diese auch im Urlaub beibehalten und ihre Wirkung an den freien Tagen noch mehr entfalten lassen.
  • Körperlichen Ausgleich schaffen: Bewegung, Entspannung, körperliche Aktivitäten – alle tun unserem Körper zu unterschiedlichen Zeiten gut und helfen ausgeglichener zu werden und physisch fit zu bleiben.
  • Meditation, Entspannung & Co.: Bewusste geistige Entschleunigung steigert unsere mentalen Kapazitäten und pflegen gute Gedanken, um mehr positive Haltungen in unser Leben zu integrieren.
  • Seelische Selbstfürsorge: Coaching, Therapie, Hypnose, Journaling – unterschiedliche Methoden und Angebote helfen dabei Fürsorge für unsere seelische Gesundheit zu betreiben. Die Zeit im Urlaub bietet sich an um hier mit Ruhe einen Anfang zu finden und bereits etablierte Methoden zu intensivieren.

Was auch immer für Sie zur Selbstfürsorge gehört: Erlauben Sie sich und fördern Sie Ihre Selbstfürsorge besonders im Urlaub – Sie sind es wert!

Erholungsurlaub sollte Erholungsurlaub sein

Schauen wir uns den europäischen Vergleich von durchschnittlichen Urlauben und Feiertagen an, so stellen wir fest, dass Deutschland hinter Dänemark auf Platz 2 liegt. Eigentlich gute Voraussetzungen für genügend erholsame Tage im Jahr. Und doch bleibt bei vielen Arbeitnehmer:innen und Selbstständigen das Gefühl, dass Urlaube und freie Tage nicht richtig erholsam sind. Woran liegt es?

Unterhält man sich über den Urlaub, so stelle ich immer wieder fest, dass viele Menschen den Urlaub nutzen um

  • Unerledigte, private Aufgaben abzuarbeiten
  • Termine und soziale Verpflichtungen nachzuholen
  • Arbeitsprojekte abzuschließen/ voranzutreiben
  • Sich gedanklich mit Arbeitsfragen oder Sorgen zu beschäftigen
  • Sich mit schlechtem Gewissen wegen der freien Tage zu quälen

Von Erholung keine Spur und es bleibt auch wenig Kapazität um den Kopf komplett frei zu machen.

Das schlechte Gewissen spielt dabei eine große Rolle in der Verhinderung echter Erholung. Dabei sollte der Erholungsurlaub genau das sein: Erholung!

Was können Sie also tun um reale Erholung zu bekommen?

  • Kommunizieren Sie Ihren Urlaub deutlich und frühzeitig.

Durch eine frühe Ankündigung der Urlaubs haben andere die Chance vor Ihrem Urlaub in den Kontakt zu gehen, dann aber auch Anrufe, Mails & Co. für die Urlaubszeit ruhen zu lassen. Außerdem bereiten Sie sich so mental auf die Auszeit vor und können ebenfalls mit Vorlauf Aufgaben delegieren oder abarbeiten und sich geistig auf den Urlaub vorbereiten.

  • Arbeitsthemen loslassen.

Falls noch unerledigte Themen oder offene „Baustellen“ bleiben, dann legen Sie eine Liste an auf der Sie alle Themen und Aufgaben mit dem jeweiligen Stand sammeln. So können Sie sicherstellen, dass keine Gedanken verloren gehen, Sie mit einem guten Überblick nach dem Urlaub zurück starten und für die freie Zeit alle Gedanken auch gehen lassen können. Und ein weiterer Vorteil: vielleicht zeigen sich dabei Aufgaben die Sie für den Urlaub sogar abgeben können.

  • Setzen Sie sich aktiv mit dem Urlaub auseinander.

So verhindern Sie, dass Sie wertvolle Zeit im Urlaub damit vergeuden sich zu sortieren und zu überlegen was Sie eigentlich mit der freien Zeit tun wollen. Bereiten Sie sich auch privat auf die freien Tage vor. Damit steigern Sie die Vorfreude und Sie können sich mental auf die Freizeit einlassen.

  • Schaffen Sie bewusste „faule“ Tage.

Keine Termine, keine Verpflichtungen, kein Haushalt – Schaffen Sie Freiheit im Urlaub um körperliche und geistige Erholung zu ermöglichen. Machen Sie sich frei von gefühlten Erwartungen und lassen Sie den Tag einfach fließen. Frei nach dem Motto: „Alles kann, nichts muss.“


Erholung hat viele Vorteile für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Nehmen Sie sich diese Auszeiten – Ihr Körper und Ihr Geist werden es Ihnen danken.

Fünf Ideen für kleine Auszeiten vom Alltag

Der Feiertag ist da oder der freie Tag steht vor der Tür und eigentlich häufen sich noch Aufgaben im Haushalt oder im privaten Umfeld? Gerade dann, wenn sich Überforderung einstellt oder die Aufgaben überwältigend erscheinen, kann es hilfreich sein Abstand zu nehmen und in die eigene Selbstfürsorge zu investieren. Denn genau das ist es: Selbstfürsorge ist eine Investition in unsere mentale, seelische und physische Gesundheit aus der wir, bei regelmäßiger Einzahlung, gute Leistung erhalten können. Was kann ich also für kleine Auszeiten innerhalb weniger Stunden tun? Wie kann ich diese Zeit sinnvoll für mein Wohlbefinden einsetzen?


Ausflug in die Natur

Nutze ein paar Stunden für einen Ausflug in die Natur. Es könnte eine Wanderung oder einfach ein Picknick sein. Das Grün der Natur, das Rauschen von Wasser und das Sonnenlicht beruhigen das vegetative Nervensystem und reduzieren Stress. Außerdem hilft das Sonnenlicht beim Aufbau von Vitamin D und schützt damit unseren Körper. Die Naturgeräusche und die Umgebung erden zudem und unterstützen klarere Gedanken. Kleiner Zusatztipp: Versuche eine kleine Achtsamkeitsübung, indem du die Augen schließt und den Geräuschen bewusst, ohne Wertung, lauscht. Was kannst du alles wahrnehmen?


Bewusster Genuss

Gesundes und leckeres Essen sind bekanntlich gut für Körper und Seele. Warum also nicht den bewussten Genuss für die kleine Auszeit nutzen. Besuche eine neue Lokalität oder koche zu Hause ein leckeres Gericht und genieße die Mahlzeit ganz bewusst ohne Zeitdruck oder Leistungsdruck. Nimm die Aromen, Geschmäcker, Gerüche und Texturen wahr und genieße die Mahlzeit in vollen Zügen. Kleiner Zusatztipp: Schalte alle Geräte, Telefon, Smartphone, Fernseher etc. ab und sei in dem Moment wirklich nur bei dir, dem Essen und ggf. den Essenspartner:innen.


Lokale Events besuchen

Auszeiten können so groß oder klein sein, wie wir es wollen und brauchen. Der Vorteil dabei ist, dass der Wert einer Auszeit nicht von der Entfernung zum eigenen Zuhause oder Arbeitsplatz abhängig ist. Eine runde und wertvolle Auszeit kann vor der eigenen Haustür stattfinden. Deshalb: Schaue einmal nach lokalen Events, wie z.B. Lesungen, Konzerten oder Märkten, und genieße eine Auszeit mit schönem Input, spannenden Erlebnissen und der Bequemlichkeit einer kurzen An- und Abreise. Der Vorteil sind häufig geringere Kosten und weniger organisatorischer Aufwand. Kleiner Zusatztipp: Wenn das Gefühl der Auszeit für dich bedeutet nicht im eigenen Bett zu schlafen kann es auch Spaß machen ein Hotelzimmer in der Umgebung zu nehmen. So wirst du zum Touristen in der Heimat.


Kurse oder Vorträge besuchen

Eine gedankliche Auszeit beginnt häufig damit, dass wir unsere Gedanken zur Ruhe kommen lassen oder in eine ganz andere Richtung lenken. Wenn wir dann noch in einen Fluss kommen, den sogenannten „Flow“, dann schalten wir gedanklich komplett vom Alltag ab. Kurse oder Workshops ermöglichen dieses Gefühl in kurzer Zeit. Bereits mit 1,5 Stunden Kurs kann der Kopf in eine ganz neue Welt eintauchen. Und man lernt dabei noch etwas neues oder baut die eigenen Fähigkeiten aus. Kurse, Vorträge und Workshops gibt es zu den unterschiedlichen Themen und müssen dabei auch nicht zeitintensiv oder kostspielig sein. Auch online gibt es dabei eine Reihe von Optionen. Dennoch kann es der Auszeit dienlich sein ein Angebot in Präsenz und vor Ort zu buchen. Spannende Möglichkeiten bieten lokale Bildungsträger, Volkshochschulen und Verbraucherzentralen. Kleiner Zusatztipp: Vielleicht findest du in deinem Umfeld andere Mitstreiter:innen und machst den Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.


Langeweile zulassen

Als Kinder werden wir darauf trainiert etwas gegen unsere Langeweile zu tun. Langeweile wird schnell mit Faulheit gleichgesetzt und das leider zu Unrecht. Langeweile erleben und „aushalten“ fördert unsere Kreativität, gibt Körper und Geist die Möglichkeit zur Erholung und dient damit der Selbstfürsorge. Außerdem stärkt Langeweile unsere Widerstandsfähigkeit. Aus diesem Grund dürfen wir uns langweilige Auszeiten nehmen, in denen wir einfach bei uns sind, ohne Ablenkung, ohne Programm, sondern einfach nur sein und erleben. Kleiner Zusatztipp: Langeweile aushalten ist Übungssache. Fange klein an und arbeite dich langsam vor.

Vorteile kleiner Auszeiten

Einfach mal raus, die Seele baumeln lassen, ohne Zeitdruck den Tag gestalten – das wünschen sich viele von einer Auszeit vom Alltag. Und das ganz zu Recht. Auszeiten von den regelmäßigen Verpflichtungen haben viele Vorteile. Und das Beste dabei: diese Auszeiten dürfen auch schon ganz klein sein. Denn die Länge der Auszeit ist weniger entscheidend. Denn auch hier gilt: Qualität vor Quantität.

Doch welche Vorteile bringen kleine Auszeiten genau?


Auszeiten helfen dabei Energie zu tanken

Energien aufzuladen kann auf unterschiedliche Arten und Weisen geschehen. Maßgeblich sind dabei die eigenen Bedürfnisse und die jeweilige Lebenssituation. Für die meisten Menschen sind allerdings positive Erlebnisse, schöne Begegnungen und gute Gespräch große Energiespender. Auch ausgewogene, leckere Mahlzeiten und Entspannung tragen zur Regeneration bei. Genau dafür bleibt während der Auszeiten Raum und Gelegenheit. Dabei braucht es für solche Gespräche, viele Erlebnisse und Entspannung gar nicht so viel Zeit. Ein Nachmittag oder ein voller Tag genügen häufig schon um die Batterien wie zu füllen.


Auszeiten helfen dabei Probleme und Herausforderungen neu zu bewerten

Insbesondere wenn im Alltag ein Gefühl entsteht in einem Strudel aus Gedanken und Problemen „gefangen“ zu sein, helfen Auszeiten, um neue Perspektiven zu gewinnen. Das Heraustreten aus dem Gedankenkarussell und neuer Input unterstützen dabei Probleme neu zu betrachten und damit bessere und schnellere Lösungen zu generieren. Außerdem können Zeiten außerhalb der „Problemzone“ genutzt werden um mit anderen Menschen über die eigenen Themen zu reflektieren oder sich professionelle Unterstützung bei der Lösungssuche zu Rate zu ziehen. Auch hier braucht es gar nicht viel Zeit. Einzelne Stunden oder mal ein ganzer Tag können große Veränderungen bewirken.


Auszeiten sind qualitative Zeiten

Natürlich lassen sich die positiven Effekte von Ruhe, Entspannung und Aktivitäten auch in längeren Urlaubsphasen umsetzen, doch besonders bei einer Begrenzung der Auszeit wird in den geplanten oder umgesetzten Aktivitäten verstärkt auf Qualität gesetzte. Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ wertschätzen wir das knappe Gut der Auszeit höher wenn es weniger ist und werden damit feinfühliger für Aktivitäten die wirklich gut tun und eine Veränderung bewirken, statt Druck oder dem „Müssen“ nachzugeben.


Auszeiten können auch im Kleinen sehr wertvoll sein und oft ist die Planung solcher Pausen einfacher voranzutreiben als den mehrwöchigen Urlaub zu gestalten. Warum also nicht mal wieder eine kleine Auszeit planen?

Journaling - Wie kann ich mentalen Ballast loswerden?

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass Ihnen mit den Ansprüchen und Gedanken aus Arbeit, Familie, Freundeskreis und sozialen Verpflichtungen der Kopf platzen könnte? So viele Dinge an die es zu denken gilt, verschiedenste Emotionen und Erlebnisse die Sie beschäftigen und so viele Pläne und Ideen die noch in Ihnen arbeiten. Um diesem „Chaos“ mehr Struktur und einen Auslass zu geben hilft Journaling.


Was ist Journaling?

Journaling ist eine Methode zur persönlichen Entwicklung und damit auch zur Stressreduktion. Während des Journalings werden Emotionen und die daraus resultierenden Ergebnisse notiert und bearbeitet. Dabei kann ein Verarbeitungsmechanismus entstehen und Selbstreflektion wird gefördert. Damit geht das Journaling weit über das klassische „Tagebuchschreiben“ hinaus. Journaling kann ein tägliches Ritual sein oder zu festgelegten Abschnitten im Zeitverlauf stattfinden, z.B. als monatliche Reflektion.

Beim Journaling ist es wichtig mit Offenheit und Ehrlichkeit zu schreiben und auch über Blockaden hinweg zu arbeiten. Dabei lernen Sie sich selbst besser kennen, stärken Ihre Kreativität und Lösungsorientierung und werden achtsamer im Umgang mit sich selbst, Ihren Gefühlen und Ihrer Umwelt.


Wer kann Journaling betreiben?

Journaling kann von jeder Person durchgeführt werden. Selbst Kinder sind in der Lage Journaling zu machen, auch wenn sie noch nicht schreiben können. Im Journaling geht es viel mehr um Verarbeitung und Platz schaffen die eigenen Gefühle zu reflektieren. Dies geht z.B. auch in Form von Zeichnungen und Malen. So können Kinder z.B. Bilder malen, um Emotionen zu verarbeiten. Für Erwachsene gilt: Hier geht es nicht um Perfektionismus. Wie gut Sie sich ausdrücken oder formulieren spielt keine Rolle. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Gefühlen.


Wie starte ich Journaling?

Journaling bedarf nur wenig Material. Für den Anfang ist es hilfreich eine schöne Kladde zu verwenden, in die Sie gerne schreiben möchten. Ein guter Stift und etwas Ruhe und Zeit sind auch schon die wichtigsten Ressourcen.

Gerade am Anfang kann es hilfreich sein mit sogenannten „Prompts“, Anregungen fürs Journaling, zu starten. So fällt es etwas leichter in das Schreiben zu kommen.


3 Prompts für das Journaling zur Selbstfürsorge

  • Welche Gefühle beschäftigen mich gerade?
  • Was hat mir heute gutgetan und mich gestärkt?
  • Was kann ich heute noch tun damit es mir morgen besser geht?

Ein Plädoyer für selbstfürsorgliche Eltern

Wie der Titel dieses Beitrags schon zeigt handelt es sich heute nicht um einen neutralen Beitrag sondern um eine deutliche Meinung zur Selbstfürsorge für Eltern. In voller Transparenz: Ich selbst bin (noch) kein Elternteil. Was berechtigt mich dann darüber zu schreiben oder zu sprechen? Meine Erfahrung mit Eltern und Kindern aus dem Coaching und meinem persönlichen Umfeld haben mir einen sehr deutlichen Einblick in die Herausforderungen gegeben mit denen sich Eltern beschäftigen. Und dabei taucht häufig das Problem auf, dass Eltern keine oder nicht genug Zeit finden um Selbstfürsorge zu betreiben. Die Bedürfnisse des Umfeldes am Arbeitsplatz oder in der Familie werden in den Mittelpunkt des eigenen Handelns und Denkens gestellt und damit bleiben weniger Kapazitäten für individuelle Selbstfürsorge.


Jetzt wäre es einfach zu sagen: Liebe Eltern, ändert es! Wenn es so leicht wäre, dann würden wir dem Thema nicht so viel Raum widmen. Vielmehr ist es nicht nur ein Faktor „Zeit“ der hier Probleme bereitet. Viel mehr ist das schlechte Gewissen der Eltern, und insbesondere der Mütter, welches sich unter dem Deckmäntelchen „Zeit“ verbirgt. Das schlechte Gewissen sagt den Frauen und Männern, dass

  • Selbstfürsorge selbstsüchtig und egoistisch ist
  • Selbstfürsorge ein Luxus ist
  • Selbstfürsorge dann passieren darf, wenn alles andere erledigt ist
  • Selbstfürsorge keine Not tut

Dies sind leider negative Glaubensgrundsätze für Eltern.


Eltern die Selbstfürsorge betreiben sind KEINE Rabeneltern. Ganz im Gegenteil: Sie sind Vorbild und unterstützen ihre Kinder darin handlungsfähige und ausgeglichene Erwachsene zu werden. Eltern die Selbstfürsorge betreiben zeigen den Kindern, dass wir uns selbst ernst nehmen dürfen und unsere Bedürfnisse wert haben. Durch vorgelebte Selbstfürsorge erkennen die Kinder, dass Eltern mehr sind als die Versorger der Familie und mit ihrer Individualität das Leben und die Gesellschaft bereichern. Und die Kinder sehen, dass ihre Eltern glücklicher, leistungsfähiger und resilienter sind wenn sie sich um ihre Bedürfnisse kümmern. Werden Kinder das immer sofort sehen? Nein. Aber auch das gehört zur Entwicklung dazu. Es ist in Ordnung, wenn Bedürfnisse in der Familie nicht immer übereinstimmen und nicht immer alle glücklich und zufrieden sind. So lernen die Kinder ebenfalls mit Enttäuschung umzugehen und werden widerstandsfähiger in Situationen, in denen sie ihren Willen nicht bekommen.


Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern. Und glückliche Eltern brauchen Zeit und Energie um die eigenen Bedürfnisse zu achten und ihnen nachzugehen. Deswegen mein Plädoyer: Schaffen Sie bewusst Zeit und Raum für Selbstfürsorge. Nehmen Sie Ihre Familie auf dem Weg mit und beteiligen Sie Ihre Kinder an dem Thema. So leben Sie Selbstfürsorge vor und ebnen den Weg für die nächste Generation Frauen und Männer, die sich selbst wertschätzen und ernst nehmen.

Womit füllen wir unseren Kopf regelmäßig?
- 7 Ideen für geistige Selbstfürsorge

Wie oft entscheiden Sie sich am Tag bewusst für die Dinge die Sie hören, anschauen oder lesen? An manchen stellen wollen wir bewusst eine Serie oder einen Film sehen oder ein Buch lesen, doch oft genug füllen wir unsere Gedanken mit Eindrücken aus dem Radio, das im Hintergrund läuft oder den sozialen Medien, durch die wie im Alltag wischen. Womit können wir also unseren Kopf bewusst füllen um damit geistige Selbstfürsorge zu betreiben?

  • Podcasts

Podcasts gibt es zu einer Vielzahl unterschiedlicher Themen. Zu hören sind Sie über Streamingplattformen, YouTube oder den Apps der öffentlich-rechtlichen Sender. Von Information, Infotainment oder Schwerpunktthemen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

  • Meditation

Meditationen helfen dabei die Gedanken Ruhen zu lassen und sich Auszeiten für den Geist zu nehmen. Dabei reichen die Angebote von Klangmeditationen, geführten Meditationen bis zu Kombinationen aus Entspannungstechniken. Kostenfrei sind diese über Streamingdienste oder YouTube erhältlich.

  • Musik

Wann haben Sie zuletzt ganz bewusst Ihre Lieblingsmusik angemacht und gehört? Musik kann unterschiedliche Stimmungen unterstützen oder erzeugen. Damit können wir nicht nur unseren Kopf füllen, sondern auch unsere Emotionen fördern.

  • Bücher

Bücher entführen uns in andere Welten. Egal ob Sachbuch oder Roman, gut geschriebene Werke lassen uns Raum und Zeit vergessen und unseren Kopf vom Alltag ablenken. Dabei bieten Büchereien die Möglichkeit kostengünstig neue Autoren auszuprobieren oder Lieblingsbücher immer wieder zu entleihen. Für die neusten Empfehlungen lohnt sich auch immer ein Besuch der in lokalen, inhabergeführten Buchhandlungen.

  • Kreative Hobbies

Kennen Sie das Phänomen, dass Sie ein Projekt anfangen und darin so aufgehen, dass Sie alles andere vergessen? Besonders bei kreativen Hobbies kann dies schnell passieren da wir uns mit Aufgaben und Themen befassen die, in der Regel, weit weg vom eigenen Alltag liegen. Und ob wir uns dabei selber besondere Talente zugestehen darf nebensächlich werden. Der Spaß steht im Mittelpunkt. Anleitungen und Inspirationen sind im Netz einfach zu finden und mit wenig Aufwand umsetzbar.

  • Dokumentationen

Wenn wir den Fernseher anmachen dann tendieren wir schnell zu belanglosen Serien und Filmen die uns nach einem langen Tag berieseln. Warum nicht zur Abwechslung mal eine Dokumentation schauen. Gut gemacht können uns diese Einblicke in andere Welten von unseren eigenen Herausforderungen oder Tagesgeschehnissen ablenken und trotzdem den Geist mit Interessantem füllen. Streamingplattformen und die Mediatheken bieten hier eine große Auswahl für jedes Interessensgebiet.

  • Gesellschaftsspiele

Bei Gesellschaftsspielen können wir neben der geistigen Selbstfürsorge auch soziale Selbstfürsorge betreiben. Ein paar schöne Stunden, online oder in Person, mit lieben Menschen und einem lustigen oder spannenden Spiel können wir echte Entspannung und Abwechslung sorgen. Dabei kommt es nicht auf das Gewinnen an, sondern auf die Freude beim Spielen.


Perspektivwechsel auf die Selbstfürsorge
- 5 Gründe warum ich Selbstfürsorge nicht rechtfertigen muss

Für viele Frauen ist einer der großen Hinderungsgründe das schlechte Gewissen bei der Umsetzung von Selbstfürsorge. Sich Zeit alleine einzuräumen oder für den Sport zu nutzen bedeutet für viele Frauen (wie auch für manchen Mann) eine Flut negativer Gefühle im Anschluss und den Anspruch die „verlorene“ Zeit wieder aufzuholen. Dabei reichen die Gefühle von Angst vor der Verurteilung durch andere bis hin zu dem Eindruck die eigenen Ansprüche gebrochen zu haben.

Was würde passieren, wenn wir diese Gefühle besänftigen könnten?

  • Freiheit für mehr Selbstfürsorge
  • Positive Emotionen gegenüber der eigenen Zeit und der eigenen Selbstfürsorge
  • Weniger schlechtes Gewissen und Ängste
  • Mehr Wertschätzung für uns

Und wie macht man das? Mit dem Perspektivwechsel auf die Selbstfürsorge dürfen wir erkennen, dass Selbstfürsorge etwas anderes ist als „Zeitverlust“ oder „Selbstsucht“.

 

1. Selbstfürsorge erhält und stärkt unsere Leistungsfähigkeit.

Wenn wir auf uns selber Acht geben und für uns sorgen bedeutet dies, dass wir stärker sind, unsere mentale Gesundheit gefördert wird und wir mit mehr Energie durch den Alltag gehen können. Indem wir mehr von dieser (positiven) Energie schaffen sind wir in der Lage besser und zielgerichteter zu agieren und zu unterstützen – in der Familie, bei Freunden und am Arbeitsplatz. Dies bedeutet, dass nicht nur wir von der Selbstfürsorge profitieren, sondern Selbstfürsorge indirekt auch Fürsorge für andere ist.

 

2. Selbstfürsorge ist ein Geschenk an uns und unsere Umwelt.

Indem wir für unsere eigenen Bedürfnisse sorgen, schaffen wir es unserer Umwelt nebenbei zu zeigen, dass wir uns selbst wertschätzen und dafür sorgen wollen, dass wir in unserer besten Version auftreten. Dies kann wiederum dazu beitragen, dass Menschen um uns herum weniger Sorgen haben, da sie sehen, dass es uns gut geht und wir selbst dafür sorgen, dass es so bleibt. Durch unsere Eigenverantwortung entlasten wir Menschen, die uns nahestehen und sich um uns sorgen.


3. Selbstfürsorge stärkt unsere Lösungsorientierung.

Bei der Umsetzung von Selbstfürsorge können hin und wieder Herausforderungen auftreten. Indem wir das Bedürfnis in der Selbstfürsorge ernstnehmen sind wir in der Lage Lösungen für diese Herausforderung zu finden. Je häufiger wir dies üben und umsetzen, desto mehr festigt sich die Perspektive der Lösungsorientierung. Dies bedeutet wiederum, dass wir auch in anderen Lebenssituationen lösungsorientierter agieren und damit bessere Handlungsoptionen im Alltag und im Beruf finden. Und daran können wir unsere Umwelt teilhaben lassen.


4. Selbstfürsorge ist Selbstliebe.

Wenn wir Menschen oder Dinge lieben dann nehmen wir uns bewusst Zeit dafür. Wir wollen unsere Zeit mit den Hobbies oder Personen verbringen die uns glücklich machen. Selbstfürsorge zu betreiben bedeutet, dass wir Selbstliebe üben. Dies wiederum stärkt unser Selbstwertgefühl, das Selbstbewusstsein und macht uns zu attraktiveren und spannenderen Persönlichkeiten mit denen man sich gerne umgibt.


5. Selbstfürsorge ist Beziehungspflege.

Wenn wir wissen welche Bedürfnisse und Gefühle bei uns vorherrschen und welche Aktivitäten gerade gut tun, sind wir leichter in der Lage diese zu kommunizieren und mit anderen Menschen in den Austausch zu gehen. Damit schaffen wir Verlässlichkeit bei unserem Gegenüber und verhindern Konflikte aufgrund von unklaren Erwartungen oder Enttäuschungen. In dem Moment, wo wir uns um uns selbst kümmern können wir uns damit auch um unsere sozialen Bindungen kümmern.



Selbstfürsorge am Arbeitsplatz - eine Checkliste

Was können Sie tun, um Selbstfürsorge am Arbeitsplatz zu betreiben?

Physische Selbstfürsorge

  • Ausreichend und abwechslungsreich Essen
  • Genug Wasser trinken
  • Abwechslungsreiche Bewegung
  • Arbeitsplatz an körperliche Gegebenheiten anpassen
  • Gesunde und förderliche Bewegungsmuster etablieren (z.B. beim Tragen)

Psychische Selbstfürsorge

  • Positive Kommunikation nutzen
  • Grenzen setzen
  • Prioritäten festlegen
  • Schlechtes Gewissen überdenken
  • Perspektiven wechseln
  • Routinen etablieren

Soziale Selbstfürsorge

  • Grenzen setzen
  • Eigene Werte verteidigen
  • Positive Erlebnisse fördern

Geistige Selbstfürsorge

  • Informationsfluss kontrollieren
  • Weiterbildung und Fortbildung anstoßen
  • Negative Gespräche oder soziale Verhältnisse einschränken
  • Geistige Auszeiten nehmen
  • Tageabschluss für klaren Feierabend etablieren

Finanzielle Selbstfürsorge

  • Gehalt verhandeln
  • Zusatzleistungen verhandeln

Warum wollen Sie ein fürsorgendes Unternehmen sein?

Was ist ein fürsorgendes Unternehmen?

Unternehmen die Wert auf Fürsorge legen bieten und leisten mehr als einen gelegentlichen Sportkurs oder die Möglichkeit von Home Office. Fürsorgende Unternehmen zeichnen sich durch ihre Kultur aus. Und diese Kultur zeigt sich in planvollen Handlungen und umgreifenden Strategien – für den eigentlichen Betrieb und die Mitarbeitenden.

Als fürsorgendes Unternehmen setzen die Betriebe auf nachhaltiges Wirtschaften um nicht nur Gewinne zu erwirtschaften sondern langfristige Geschäftstätigkeit und Bereitstellung von Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Das Prinzip dieser Unternehmen geht dabei i.d.R. über „höher, weiter, schneller“ hinaus und orientiert sich an anderen, langlebigen Werten. Dabei verstehen die Unternehmen die Mitarbeiterschaft als wichtigste Ressource. Die Mitarbeitenden sind dabei nicht nur ausführende Organe, sondern vielmehr Wissensquellen, Inspiration, Ideengeber und Innovatoren, egal in welcher Branche.

Wenn Unternehmen diese Haltung ernsthaft umsetzen, dann sind sie sich ihrer Aufgabe und Fürsorge für die Mitarbeitenden bewusst und pflegen die Beziehung zu der Mitarbeiterschaft. Hierzu gehören Angebote die für zufriedene, gesunde, leistungswillige und leistungsfähige Menschen sorgen.


Was sind die Vorteile für ein fürsorgendes Unternehmen?

Unternehmen die Wertschätzung und Engagement für ihre Mitarbeitenden zeigen profitieren von

  • Kosteneinsparungen
  • Loyalen Mitarbeitenden
  • Höherer Leistungsbereitschaft
  • Besseren Arbeitsergebnissen
  • Geringeren Krankenständen
  • Gepflegteren Arbeitsmaterialien
  • Gesünderen Unternehmenskultur
  • Attraktiveren Außendarstellung

Und warum ist das wichtig? In Zeiten von Fachkräftemangel und sich verändern Erwartungen der Arbeitnehmer:innen braucht es Strategien, um kompetentes Personal zu gewinnen und zu halten. Die Kosten für die Neuakquise von Mitarbeitenden steigt und damit wird es immer wichtiger bestehende Arbeitsbeziehungen zu pflegen und zu fördern. Nur mit entsprechender Belegschaft können Unternehmen konkurrenzfähig bleiben und auf dem umkämpften Markt bestehen. Deshalb handelt es sich bei Investitionen in die Mitarbeitenden um eine Investition in die eigene Betriebsfähigkeit.


Wir können uns Selbstfürsorge als Unternehmen nicht leisten, weil…

  • wir zu klein sind.

Insbesondere kleine Unternehmen können häufig mit viel mehr Flexibilität und Freiheit Selbstfürsorge im Unternehmen gestalten. Maßnahmen zur Förderung von Selbstfürsorge müssen gar nicht groß und kostspielig sein. Finden Sie heraus was Ihren Mitarbeitenden zur Selbstfürsorge im Betrieb fehlt und entwickeln Sie gemeinsam Ideen wie Abhilfe geschaffen werden kann.

  • wir zu wenig Geld haben.

Selbstfürsorge bedeutet für viele Arbeitnehmer:innen etwas anderes als die Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Für viele Menschen geht es um soziale Selbstfürsorge am Arbeitsplatz und gesunde Routinen im Arbeitsumfeld. Diese Kosten das Unternehmen wenig. Kommunikation und Arbeitsumgebung spielen dabei häufig die Hauptrolle. Sprechen Sie mit Ihren Angestellten welchen Optimierungsbedarf diese in den zwei Aspekten sehen.

  • weil wir es uns nicht leisten wollen.

Wenn Sie zu dieser ehrlichen Erkenntnis gelangt sind ist das ein großer Schritt. In ganz vielen Situationen geht es für Unternehmen nicht um die fehlenden Fähigkeiten und Möglichkeiten Selbstfürsorge im Betrieb zu etablieren. Viel mehr fehlt die Motivation und der Willen Etwas zu verändern und auszuprobieren. Das ist schade! Starten Sie doch ein Pilotprojekt in dem Sie sich und den Mitarbeitenden eine Chance geben ohne großes Risiko Veränderungen anzustoßen und auszutesten. Reflektieren Sie die Ergebnisse nach sechs Monaten. Was stellen Sie fest?


Drei Tipps für mentale oder intellektuelle Selbstfürsorge

In der Selbstfürsorge unterscheiden wir verschiedene Kategorien und Arten der Eigenfürsorge:

  • Physische, körperliche Selbstfürsorge
  • Psychische, seelische Selbstfürsorge
  • Mentale, intellektuelle Selbstfürsorge
  • Finanzielle Selbstfürsorge
  • Soziale Selbstfürsorge.

Für jede dieser Kategorien lassen sich unterschiedliche Ansätze und Herangehensweisen feststellen. In dem heutigen Beitrag wollen wir uns dabei um die mentale, intellektuelle Selbstfürsorge kümmern.

Was ist mentale Selbstfürsorge?

Bei der mentalen Selbstfürsorge wird der Kopf, der Geist und das Wissen fokussiert. Dabei ist es das Ziel durch positive Verhaltensweisen für einen ausgeglichenen Geist und positive Haltung sowie wichtiges, hilfreiches Wissen zu sorgen. Im Kern stellt sich dabei die Frage: Womit füttern wir unsere Gedanken und unseren Kopf?

Warum brauchen wir mentale Selbstfürsorge?

Durch mentale Selbstfürsorge schaffen wir es unsere Gedanken im Alltag positiv zu kanalisieren, sie mit neuen Inhalten zu stärken und unser Wissen zu erweitern, um damit widerstandsfähiger und leistungsorientierter zu werden. Dabei ist es wichtig zu beobachten was wir in unseren Geist hineinlassen und welche Informationen wir im Laufe eines Tages aufnehmen und diese ggf. anzupassen.


Drei Tipps für mentale Selbstfürsorge

  • Meditation - Mehr Ruhe für den Kopf

Meditationen ist ein Sammelbegriff für verschiedene Techniken von Geistesübungen. Über Jahrtausende wurden Meditationen hauptsächlich im religiösen Kontext genutzt. Doch insbesondere in den letzten Jahrzehnten wird Meditation mehr und mehr außerhalb von Religion und Kirche erforscht. Den meisten Meditationen ist gemein, dass die bewusste Aufmerksamkeit gesteuert wird. Die positiven Effekte von Meditationen sind dabei schon mehrfach wissenschaftlich belegt.

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Meditationen und jeder Mensch reagiert unterschiedliche auf die verschiedenen Techniken. Um die passende Art der Meditation braucht es einen Moment Geduld und ein Ausprobieren. Hier können verschiedene Videos und Anleitungen auf YouTube hilfreich sein.

Durch die Meditation werden die Gedanken zur Ruhe gebracht und umgelenkt. Für die Selbstfürsorge bedeutet dies, dass insbesondere Grübler und Gedankenkünstler hierdurch zur Ruhe und Entspannung finden können und damit das eigene Wohlbefinden stärken können.

  • Podcasts – Gutes hören

Auch in früheren Jahren, ohne die technischen Errungenschaften von heute, wurden schon Geschichten am Kaminfeuer erzählt und durch mündliche Weitergabe Wissen konserviert, Unterhaltung erzeugt und vom Alltag abgelenkt. Selbst wenn sich heute die Gemeinschaften nicht mehr um das Feuer scharen, haben wir die Möglichkeit ähnliche Effekte in unseren Alltag einzubauen. Podcasts liefern dabei eine große Vielfalt an Themen, Darbietungsformen und Unterhaltungswerten. Von der puren Wissensvermittlung bis zur Comedylesung, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Bekannte Plattformen für die Auslieferung von Podcasts sind Spotify, Amazon Music, iTunes oder auch YouTube. Und das Beste: Podcasts sind in der Regel kostenfrei.

  • Lesen – Gedanken in eine neue Welt bringen

Ob Roman, Zeitung, Zeitschrift oder Online-Artikel – wenn uns ein Schriftstück richtig fesselt, dann tauchen wir in eine andere Welt ab und begeben und auf eine gedankliche Reise. In dem wir der Fantasie Zeit und Raum geben und uns mit neuen Informationen beschäftigen, stärken wir nicht nur die geistige Gesundheit, sondern schaffen Platz für Auszeiten und neues Wissen. Außerdem können Artikel oder Ratgeber dabei helfen eigene Lösungen für herausfordernde Situationen zu finden und uns damit mehr Handlungsfähigkeit ermöglichen. Und im Ergebnis führt dies dazu, dass wir für uns selbst Sorge tragen.


Vorsätze vs. Routine - Wie Selbstfürsorge im neuen Jahr gelingen kann

Neues Jahr, neue Vorsätze – geht es vielen Menschen, die spüren, dass sie gerne Veränderungen schaffen wollen. Vom Gewicht bis zur beruflichen Veränderung kann dabei das Themenspektrum reichen. Doch wie erreichen wir langfristige Veränderungen, wie zum Beispiel mehr Selbstfürsorge, um ein besseren Wohlbefinden zu schaffen?


Vorsätze sind dabei nur wenig hilfreich, wenn nicht sogar hinderlich. Wie der Name schon andeutet, nehmen wir uns etwas vor. Wir haben etwas vor Augen, dass wir gerne schaffen würden oder wo wir gerne hinkämen. Dabei steht das Ergebnis im Mittelpunkt. Doch wo bleibt die Handlung? Im besten Fall ziehen wir aus dem Ergebnis genug Energie um etwas Bewegung in die Sache zu bringen und erste Schritte zu unternehmen um dem gesetzten Vorhaben näher zu kommen. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch wir oft genug zu den zwei Drittel der Menschen gehören, die ihre Neujahresvorsätze nicht einhalten. Doch was ist die Alternative und wie schaffen wir es mehr Selbstfürsorge in den Alltag einzubauen?


Routinen sind die bessere Alternative zu Vorsätzen. Im ersten Moment mögen Routinen einengend und steif klingen, dabei erzeugen sie genau das Gegenteil. Durch Routinen, über die wir nicht mehr nachdenken und planen müssen, schaffen wir neue geistige Kapazitäten. So denken die meisten Menschen morgens nicht ernsthaft darüber noch ob und wie sie ihre Zähne putzen. Die Pflege und das Tun für die Gesundheit sind zur Routine geworden. Warum also nicht noch mehr Routinen für das eigene Wohlbefinden etablieren.


Wie schaffe ich eine Routine?

Ändern Sie eine kleine Sache in Ihrem Alltag. Es sollte machbar sein und gerne in einem zeitlichen Zusammenhang mit schon bestehenden Routinen stattfinden. So könnte beispielsweise auf das morgendliche Zähneputzen eine kurze Meditation von fünf Minuten folgen. Oder nach der Arbeit könnte es eine Routine werden erst eine kurze Runde den Tag zu reflektieren. Durch die ständige Wiederholung der Aktivität wird sie zum festen Bestandteil des Tages und damit zu einer Routine. Was immer für Sie zur Selbstfürsorge dazu gehört kann als nun von der Kategorie „ich sollte mal“ zur „ich mache jetzt“ umziehen.


Selbstfürsorge an den Feiertagen

Feiertage sind ein Grund zu Feiern. Freude über gemeinsame Zeit mit den Liebsten, erwartungsvolle Spannung auf Geschenke und Euphorie über das leckere Essen sind nur einige Gründe für große Emotionen. Bei aller Vorbereitung und Vorfreude kann es dabei zu einem Phänomen kommen: Wir vergessen unsere eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten bewusst auf die Selbstfürsorge zu achten. Damit sorgen wir nicht nur für unsere eigene Balance und mehr Ausgeglichenheit, sondern können auch besser schwierige Situationen und große Gefühle navigieren.

Doch wie kann ich Selbstfürsorge an und um die Feiertage integrieren?


1. Bewusste Bewegung

Bewegung ist sowohl für unsere Gesundheit förderlich als auch für unseren Stressabbau. Durch Bewegung sinkt unser Adrenalinpegel und unser Körper und Nervensystem können sich beruhigen. Bewegung kann dabei in Form von Sport auftreten oder einfach durch einen Spaziergang.

Tipp für die Feiertage: Integrieren Sie einen ausgiebigen Spaziergang. Auch mit Besuch und Kindern können Sie dabei für kleine Ruhepausen sorgen. Und für die ganz Geschickten: Fordern Sie die Mitläufer auf für einen Moment den Geräuschen zu lauschen und atmen Sie tief ein und aus. Genießen Sie den Augenblick der Stille.


2.Auszeiten nehmen

Wenn der Trubel zu viel wird oder die Lautstärke zur Belastungsprobe steigt, dann nehmen Sie eine kleine Auszeit. Ziehen Sie sich für einen Moment zurück und machen eine kleine Meditation oder ein paar Atemübungen. So erden Sie sich, können einen Augenblick entspannen und danach wieder gestärkt zu der Gesellschaft zurückkehren.

Tipp für die Feiertage: Manchmal ist die Küche der beste Rückzugsort, denn die Arbeit scheuen doch einige Besucher oder man sie ohne schlechtes Gewissen von der Arbeit ausladen. Nehmen Sie das Spülmaschineaus- und -einräumen als Moment der Ruhe.


3. Gefühle zulassen.

An den Feiertagen läuft das emotionale Thermometer hoch. Positive Gefühle, herausfordernde Emotionen und negative Stimmungen laufen z.T. nahtlos ineinander über. Und das ist nicht verwerflich. Lassen Sie die verschiedenen Gefühle zu. Dies bedeutet nicht, dass sie darin verharren oder auf jedes Gefühl reagieren müssen, aber sie zu beobachten und zu erkennen macht es leichter mit ihnen umzugehen.

Tipp für die Feiertage: Üben Sie das Loslassen von Gefühlen. Stellen Sie sich bildlich vor, dass sie dem Gefühl Flügel verleihen und das Gefühl damit fliegen darf.


4.Positive Eindrücke einbauen.

Um in einer guten Verfassung zu sein und uns gut zu fühlen brauchen wir hin und wieder positive Eindrücke. Dies kann gute Musik sein, ein schönes Buch oder ein toller Film. Inspirierende Podcasts und anregende Hörbücher sind ebenfalls gute Optionen. In jedem Fall sollte sich unser Kopf damit beschäftigen und positiv füllen lassen.

Tipp für die Feiertage: Nutzen Sie Auszeiten für positiven Input. Hören Sie bei den Weihnachtsvorbereitungen schöne Musik oder einen spannenden Podcast. Und gleichzeitig können Sie das Gehörte als Gesprächsaufhänger an den Feiertagen nutzen.


5. Seien Sie gnädig zu sich selbst.

Wollen Sie das Fest schön und feierlich gestalten? Neigen Sie dabei zu einem gewissen Perfektionismus? Und dann geht doch etwas schief? Seien Sie gnädig zu sich selbst. Nichts und niemand ist perfekt. Und genau diese unperfekten Situationen machen die besten Geschichten.

Tipp für die Feiertage: Lassen Sie für sich selbst Fünfe gerade sein. Entscheiden Sie sich bewusst einzelne Aspekte nicht noch weiter auszuarbeiten oder vorzubereiten, sondern lassen Sie die Dinge geschehen. Und ganz wichtig: entschuldigen Sie sich nicht dafür!


Geschenkideen für...

Haben Sie schon Geschenkidee für Familie, Freund:innen und Kolleg:innen? Hier sind ein paar hilfreiche Tipps für die Entscheidungen rund um das passende Mitbringsel sowie konkrete Ideen für jede Gruppe:


Allgemeine Überlegungen:

  • Wer soll beschenkt werden?
  • Wie viele Geschenke sollen gemacht werden?
  • Welche Anschaffungen sind als Geschenk sinnvoll?
  • Welche Wünsche wurden geäußert?
  • Sollen Geschenke
  • materiell
  • zeitlich oder
  • finanziell sein?
  • Gemeinsame Geschenke im Freundeskreis, in der Familie oder unter Kolleg:innen?
  • Soll jeder ein Geschenk bekommen oder wird gelost?
  • Spende statt Geschenk?
  • Wann sollen Geschenke verteilt werden?
  • Was ist mit Personen in größerer räumlicher Distanz: wie erhalten diese ihr Geschenk?

Familie

  • Bücher für jede Person
  • Bücher bilden eine Vielzahl unterschiedlicher Interessen ab
  • Beratung vor Ort oder telefonisch im lokalen Buchhandel, z.B. bei der Buchhandlung Der Wunderkasten, helfen das passende Produkt zu finden
  • Zeit in Form von Gutscheinen oder Unternehmungen
  • Gutscheine, z.B. von mydays helfen dabei Zeit und spannende Aktivitäten zu verschenken
  • Gutscheine lassen sich auch schnell und einfach selber, z.B. über Canva gestalten und verschenken
  • Gesellschaftsspiele
  • Von ungeübt bis zu Profi, Gesellschaftsspiele bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Themen an
  • Persönliche Empfehlung: DOG, eins extreme Variante von „Mensch ärgere dich nicht“ mit Karten; kann mit Einzelpersonen oder als Team gespielt werden; bis zu sechs Personen
  • Gutscheine für den individuellen Wunsch
  • Für spezifische, größere Wünsche eignen sich Gutscheine für das entsprechende Produkt
  • Geldgeschenke eignen sich ebenfalls und machen, schön verpackt, mehr her als eine einfache Karte
  • Erinnerungsstücke
  • Individualisierte Geschenke, z.B. ein Bilderrahmen, ein Schmuckstück mit Gravur oder ein beflocktes Kleidungsstück sind einzigartig und bleiben im Gedächtnis
  • Eintragbücher, z.B. „Mama erzähl doch mal“ sind eine schöne Gelegenheit Zeit und Erinnerungen zu kombinieren

Freund:innen

  • Zeit in Form von Gutscheinen oder Unternehmungen
  • Gutscheine, z.B. von mydays helfen dabei Zeit und spannende Aktivitäten zu verschenken
  • Gutscheine lassen sich auch schnell und einfach selber, z.B. über Canva gestalten und verschenken
  • Fotoshooting
  • Erinnerungen zu schaffen ist besonders schön, um diese festzuhalten eignet sich ein Fotoshooting
  • Lokale Fotografen kennen die besten Locations und können zu Gruppengröße und Art des Shootings beraten
  • Dies kann sehr gut in einer Gruppe von allen zusammen als Geschenk gemacht werden.
  • Essenspakete
  • Körbe und Päckchen mit kleinen Leckereien lassen die Herzen auch noch längere Zeit nach dem Fest höher schlagen
  • Genuss zu verschenken kann gleichzeitig bedeuten Entspannung zu verschenken
  • Kurs/ Workshop
  • Fähigkeiten, Wissen oder einfach Neues ausprobieren – mit einem Kurs oder Workshop können Sie alle diese Dinge ermöglichen
  • Von kreativ bis zur Bewegung gibt es für jeden ein passendes Angebot
  • Ggf. können Sie den Kurs auch gemeinsam besuchen
  • Buch mit lokalen Ausflugstipps
  • Inspiration und Anlässe für gemeinsame Zeit

Kolleg:innen

  • Lustige und hilfreiche Büroartikel
  • Haftnotizen, ein lustiger Tacker oder schöne Stifte – in jeder Preisklasse zu bekommen und so individuell wie die Person
  • Geschirr oder Dosen für den Arbeitssnack
  • Nachhaltige Dosen oder schöne Tassen machen den Arbeitsalltag bunter und leichter
  • Entspannungskurs
  • Zur Ruhe und Entspannung nach den anstrengenden Tagen mit den lieben Kolleg:innen
  • Eine Dose/ Glas mit „Nervennahrung“
  • Süßigkeiten, gesunde Snacks – in einem schönen Gefäß verpackt wird es zum Hingucker
  • In Absprache mit dem Arbeitgeber: Zeit weg von der Arbeit
  • Übernehmen Sie vielleicht eine wichtige Schicht, z.B. am Geburtstag, vor der Hochzeit etc.

Anti-Stress Programm für Beruf und Privatleben

Wenn der November da ist, dann naht das Ende des Jahres unweigerlich. Wohl dem, der das Jahresende entspannt und mit viel Zufriedenheit angeht. Vielen Menschen geht es aber leider nicht so: Jahresendspurt, Stress, Familienkonflikte und Druck im Beruf werden allzu oft zum Begleiter in den letzten Wochen.

Was können Sie dagegen tun?

  • Bewusste Entscheidung für die eigenen Bedürfnisse treffen

Nicht jeder wünscht sich Ruhe und Entspannung im Jahresendspurt. Für manche ist genau die Hektik und die Aufruhe das Reizvolle der Jahreszeit. Unabhängig davon zu welcher Gruppe Sie gehören: der erste Schritt zu einem freudvollen Jahresendsprint ist es auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und die eigenen Handlungen danach auszurichten. Nicht jede Entscheidung mag dabei in Ihrem Umfeld populär sein, aber in der letzten Konsequenz ist es wichtig Ihre (mentale) Gesundheit und das eigene Wohlbefinden zu berücksichtigen.

  • Zeit für freudvolle Dinge schaffen

Was macht Sie in der Vorweihnachtszeit und im Jahresabschluss glücklich? Haben Sie schon Zeit für diese Aktivitäten eingeplant? Nehmen Sie sich Ihren Kalender und gönnen Sie sich Zeitfenster für Ihre Wünsche und Vorstellungen. Es ist in Ordnung Termine mit sich und für sich auszumachen.

  • Leistungsdruck entspannen

„Müssen“, „Sollen“, „Könnten“ ist nicht gleich „Wollen“. Leistungsdruck kann aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen, ganz häufig vor allem von unser selbst. Der Anspruch an das Weihnachtsfest, an die Geschenke oder auch die Arbeitsleistung scheinen dabei unerreichbar. Was genau wollen Sie denn eigentlich erreichen? Überlegen Sie was Sie genau schaffen wollen und fokussieren Sie Ihre Anstrengungen darauf und nehmen Sie den übertriebenen Leistungsdruck aus dieser Phaser heraus.

  • Ziele und Erwartungen deutlich abstecken

Manchmal fällt es uns schwer die „richtigen“ Dinge zu tun, denn wir wissen gar nicht genau was „richtig“ ist. Dies ist ein guter Indikator dafür, dass wir nicht wissen an welchen Zielen wir eigentlich arbeiten oder mit welchen Erwartungen wir konfrontiert sind. Je deutlicher Sie für sich selbst oder mit Ihrer Umwelt diese Aspekte klären, desto einfacher wird es die entsprechenden Handlungen vorzunehmen und Überflüssiges weg zu lassen.

Generell gilt für die letzten Wochen im Anti-Stress-Modus Fokus zu schaffen und Vorfreude zu spüren. Denn selbst wenn Stress aufkommt kann die Freude über die Festtage oder den nahenden Jahreswechsel diese stressigen Momente gut ausgleichen, zehren.


Glück schaffen, schenken und teilen

„Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Dieses Zitat von Albert Schweitzer trifft es genau. Glück kann man schaffen, aber man sollte es auch schenken und teilen, denn dadurch verliert es nicht an Wert, sondern gewinnt dazu. Wir müssen keine Angst davor haben Glück abzugeben, sondern dürfen uns daran erfreuen, wie sich das Glück vermehrt. Wie können wir das tun?


Glück schaffen

  • Finde heraus was dich glücklich macht.
    • Wann hast du dich zuletzt glücklich gefühlt? Was lässt dein Herz höher schlagen? Welche Menschen braucht es?
  • Nimm' dir Zeit für deine Bedürfnisse.
    • Plane Zeit, und nutze diese Zeit, für Selbstfürsorge. Dies kann ein ausgedehntes Bad, eine Stunde Lesen, eine Fahrradtour oder etwas anderes sein. Tue etwas, dass deiner Seele Freude bereitet.
  • Gib zurück.
    • Gib etwas von deinem Glück zurück in die Gesellschaft, z.B. indem du einem Menschen in deinem Umfeld etwas Gutes tust oder etwas spendest. Ungenutzte Gegenstände, ein kleiner Geldbetrag oder deine Zeit sind gute Möglichkeiten in die Gesellschaft zurück zu reichen.
  • Schreibe eine Glücksliste.
    • Wofür bist du dankbar oder freust dich in deinem Alltag? Ist es dir bewusst? Schreibe eine Liste mit Dingen, Menschen, Situationen etc. die dich glücklich machen und spüre in das Gefühl hinein.

Glück schenken

  • Schenke einem Menschen Zeit und Aufmerksamkeit.
    • Zeit ist ein wertvolles Gut und es macht viele andere Menschen glücklich, wenn man ihnen dieses Gut uneingeschränkt schenkt. Mache einen Termin mit einem lieben Menschen, der deine Zeit gerade besonders gebrauchen kann.
  • Übernimm einen kleinen Kostenpunkt für jemanden.
    • Der Kaffee in der Schlange beim Bäcker, die "Einkaufsmark" am Einkaufwagen oder die Kugel Eis in der Eisdiele. Übernimm für eine Person einen kleinen Kostenpunkt, vielleicht mit der Bitte das Gute weiterzugeben und zu einem Zeitpunkt ebenfalls eine gute Tat zu vollbringen.
  • Schreibe eine Postkarte.
    • Viel zu oft stecken im Briefkasten nur Rechnungen oder Werbeprospekte. Schreibe einem lieben Menschen oder einer Institution eine Postkarte mit guten Wünschen.
  • Verteile ein verdientes Lob.
    • "Nicht kritisieren ist schon Lob genug." - Falsch! Jeder Mensch wird gerne für gute Leistung oder eine passende Idee gelobt. Also lobe diese Woche jemanden der ermunternde Worte gebrauchen kann.
  • Sprich deine Emotionen aus.
    • Jemandem zu sagen wie es uns geht oder wie wir von jemandem, positiv, denken schafft Nähe, auch über räumliche Distanz. Sag den Menschen wie du empfindest und wie wichtig sie dir sind.

Glück teilen

  • Beteilige deine Umgebung.
    • Du erlebst etwas Schönes, dann beteilige Familienmitglieder, Freund:innen oder Kolleg:innen. So zeigst du wie wichtig sie dir sind und kannst Glück weitergeben.
  • Schreibe etwas Positives.
    • Ob es eine schöne Nachricht per WhatsApp ist oder ein positiver Beitrag in den sozialen Medien, schreibe über die schönen Dinge im Leben oder bei der Arbeit. Und vielleicht ist auch noch ein Lob für beteiligte Personen drin.
  • Wiederhole ein Erlebnis.
    • Hattest du ein schönes Erlebnis? Dann wiederhole es doch mit anderen Personen. So können auch sie von dem Glück des Moments zehren.


Mit Eigenverantwortung zum Glück und zur Freude

- Wie Sie zum Glück beitragen können

„Da hast du aber Glück gehabt“. – „Wenn ich doch nur so viel Glück hätte.“ – „Das war ja mal ein schönes Schicksal.“ Wie häufig sprechen wir unseren glücklichen und freudvollen Momenten eine große Zufälligkeit zu? Ziemlich häufig benutzen wir im beruflichen und privaten Alltag Aussagen, die uns und unsere Umwelt glauben lassen, dass die guten Ergebnisse durch die Wendung des Schicksals entstanden sind. Dabei haben wir selber, aller Wahrscheinlichkeit nach, zu dem Ergebnis in irgendeiner Form beigetragen. Warum sagen wir es dann nicht? Bescheidenheit? Angst vor Neid? Sorge das Ergebnis nicht wiederholen zu können?

Wenn Menschen über ihre Freude und ihr Glück sprechen, dann fällt es ihnen häufig schwer zu erkennen, dass sie große Teile davon selber beeinflussen können. Die Eigenverantwortung für unser Handeln und das Ergebnis dieser Handlungen geraten allzu oft in Vergessenheit – oder wird aus Bequemlichkeit und Angst verdrängt. Denn was bedeutet es die Eigenverantwortung voll auszuleben:


  • Ich trage die Konsequenzen für meine Handlungen.
  • Ich trage die Verantwortung für mein Tun.
  • Ich bin verantwortlich für mein Glück oder Unglück.
  • Ich treffe alle notwendigen Entscheidungen.
  • Ich nehme Einfluss auf mein Leben, und agiere, statt zu reagieren.

Puh, das könnte anstrengend werden, oder? Ja, könnte es! ODER: Es könnte wundervoll werden, da ich nicht auf etwas oder jemanden warten muss. Ich habe mein „Schicksal“ und mein Glück in der eigenen Hand und mit etwas Überlegung und den richtigen Handlungen kann ich selber „meines Glückes Schmied“ sein und meinen Beruf, mein Leben und meine Freude gestalten. Ein paar Abhängigkeiten bleiben uns natürlich oft genug, sei es im Beruf oder im Privatleben. Und dennoch erreichen wir durch die Wahrnehmung, Akzeptanz und Annahme unserer Eigenverantwortung eine ganz neue Ebene der Energie und Kraft für unser eigenes Leben. Und der erste Schritt dazu ist die Freude über diese Erkenntnis: „Ich bin die Schöpferin meines Lebens.“


Glück und Freude

- beste Freunde

Wenn ich Glück habe, dann freue ich mich automatisch. Freude zu haben ist ein Glück oder ist Freude doch nicht so zufällig? Wie stehen Glück und Freude zueinander?

Beim Glück sprechen wir häufig von einer zufälligen Komponente. Das Schicksal beschert uns eine positive Fügung und lässt uns das Glück zu Teil werden. Dabei ist Glück gar nicht so zufällig wie es erscheint. Die Glücksforschung hat herausgefunden, dass die Veranlagung zum glücklich Sein zu rund 50% genetisch veranlagt ist, aber 40% selbst beeinflussbar sind. Nur 10% werden zudem von äu0eren Einwirkungen bestimmt. Dies bedeutet, dass wir zu einem großen Teil mit unserer eigenen Haltung und unserem Zutun unser Glück bestimmen.

Sehr ähnlich verhält es sich mit der Freude. Wann wir Freude empfinden und wie wir uns über etwas freuen hängt wesentlich von unserer eigenen Einstellung ab. Wenn wir also bei beiden Emotionen, Glück und Freude, so wesentlich beteiligt sind, welche Zusammenhänge gibt es zwischen den Gefühlen noch?

Glück und Freude werden häufig im Sprachgebrauch synonym verwand. Und das zu Recht. Dadurch, dass beide Emotionen stark positiv besetzt sind, drücken sie eine ähnliche Gefühlslage aus. Und damit gehen sie Hand in Hand.

Wer Glück erlebt und empfindet, zieht daraus häufig eine besondere Freude. Und wer Freude erlebt, kann sich glücklich schätzen und es als wertvoll und ein individuelles Glück erleben.


Routinen aufbauen

- 5 Gründe warum Routinen nicht langweilig sind

„Ich finde Routinen ja total langweilig.“ – „Routinen machen bei mir auch gar keinen Sinn, weil jeder Tag anders läuft.“ – „Warum sollte ich Routinen haben? Das schränkt mich nur in meine Kreativität ein“. – So oder so ähnlich denken viele Menschen wenn es um Routinen geht. Die Angst vor der Einschränkung und der Langeweile sitzt tief und hindert viele Personen daran Routinen auszuprobieren und dabei gegebenenfalls festzustellen, dass Routinen gar nicht langweilig oder einschränkend sein müssen. Sondern im Gegenteil könne Routinen befreien und neue Ressourcen freisetzen.

Hier sind fünf Gründe, warum Routinen nicht langweilig sind:


1. Routinen schaffen Sicherheit und Freiraum.

Durch Routinen im Alltag und Beruf können Sie sicherstellen, dass wiederkehrende Aufgaben oder Termine sicher erledigt werden und das in einer gleichbleibenden Qualität. Damit muss Ihr Gehirn nicht mehr lange planen und überlegen, wie und wann diese Aufgaben geschafft werden können, sondern hat neue Kapazitäten für andere Themen. Außerdem werden routinierte Aufgaben schneller erledigt und es werden damit nicht nur gedankliche Freiräume geschaffen, sondern auch neue Zeitfenster eröffnet.


2. Routinen können frei gestaltet werden.

Sorgen Sie sich bei der Routine um Ihre eigene Kreativität? Das müssen Sie nicht. Wie Sie eine Routine ausgestalten bleibt Ihnen ganz frei. Vielleicht gehen Sie sogar soweit, dass der genaue Ablauf einer Routine von Ihnen nicht festgelegt wird, Sie aber Zeitfenster für bestimmte Aufgaben schaffen und diese dann ganz frei füllen. Außerdem lässt sich die Planung und Ausgestaltung von Routinen durch kreative Helfer, z.B. Selbstfürsorge-Karten oder schöne Vorlagen, ästhetisch und kreativ aufpeppen. Extra-Tipp: Das Designprogramm Canva bietet viele Vorlagen und eigene Gestaltungsmöglichkeiten für alle Arten von Druck- oder Online-Designs.


3. Routinen helfen beim Delegieren.

Stellen Sie sich vor Sie müssten nicht alle Aufgaben selber erledigen. Bei vielen Menschen scheitert das Delegieren, neben der Überwindung Anweisungen zu erteilen, auch daran, dass nicht klar ist wie oder wann etwas erledigt werden sollte. Routineaufgaben lassen sich daher besonders gut delegieren, da die Art und der Zeitpunkt der Erledigung i.d.R. durchdacht und erprobt sind. Es wird also einfacher zu erklären und von anderen Personen umzusetzen. Und dies sorgt wiederum für mehr Freiraum und Zeitkapazitäten.


4. Routinen sparen Geld.

Ja, das lesen sie genau richtig. Durch Routinen können Sie Geld sparen. Durch Spontankäufe und unüberlegte Handlungen werden im Beruf und im Privatleben Mehrausgaben fällig, da Preisvergleiche entfallen oder nach „Lustprinzip“ gehandelt wird. Durch Routinen im Haushalt kann Geld bei Einkäufen eingespart werden, durch Routinen bei der Arbeit werden unnötige Arbeitsschritte verhindert und so kann, neben anderen hilfreichen Routinen, dabei Geld gespart werden.


5. Routinen helfen Arbeitsprozesse zu hinterfragen.

Das mag im ersten Moment paradox klingen, warum Routinen helfen Arbeitsprozesse zu hinterfragen, schließlich hinterfragen Sie Routinen doch eigentlich nicht mehr. Vielleicht nicht mehr nach einigen Wochen und Monaten, aber bei dem Aufbau neuer Routinen werden Sie Ihre Handlungen und Arbeitsschritte kritisch hinterfragen dürfen. Dabei stellen Sie fest welche Abläufe sinnvoll sind und welche Schritte sogar wegfallen dürfen. Routinen unterstützen als darin noch effizienter zu arbeiten.


Arbeitsroutinen

- Prozesse vereinfachen

Routinen finden an verschiedenen Stellen ihren Platz. Häufig ist der erste Ansatzpunkt für Routinen der eigene Tagesablauf oder Aufgaben im Haushalt. Dabei sind Routinen ganz besonders am Arbeitsplatz sinnvoll um Übertragbarkeit von Aufgaben, Wissensvermittlung im Team oder auch Standardaufgaben im Alltag zu vereinfachen.

Die Ziele von Routinen am Arbeitsplatz sollten dabei die folgenden sein:

  • Vereinfachung/ Erhöhung der Effizienz
  • Übertragbarkeit
  • Qualitätssicherung

Routinen dienen dabei nie dem Selbstzweck und sollten nicht etabliert werden nur um eine Routine zu einem Thema zu haben.

Welche Schritte gehören zur Entscheidung über eine Routine am Arbeitsplatz?



Wenn eine Routine ermittelt wurde, sollte diese von anderen Personen überprüft und hinterfragt werden. Hierbei lässt sich feststellen ob die Übertragbarkeit tatsächlich gegeben ist, ob die Routine sinnvoll umsetzbar ist und ob sie eine echte Standardisierung und Effizienzsteigerung bringt.

Routinen für regelmäßige Freude

Routinen sollen Freude schaffen? Na klar! Und das sogar auf vielfältige Arten und Weisen. Fangen wir an mit Routinen, die die Freude direkt betreffen:

Wie schafft man Freude? Es gibt so viele Möglichkeiten. Jeder Mensch hat seine eigenen Vorstellungen von Freude und von Dingen, Situationen oder Chancen, die Freude bereiten. Allen Optionen ist eines gemein: man kann sie in der einen oder anderen Form planen und damit in Routinen einbinden. Routinen sollen dabei die Regelmäßigkeit der Freude vorantreiben, ohne ihr von der Besonderheit zu nehmen. Durch die Planung von Freude und die Routinen, die damit einhergehen können, wir sicherstellen, dass Freude auch in schwierigen oder stressigen Phasen Teil unseres Lebens bleibt.

Neben Routinen, die die Freude direkt in das Leben bringen können, auch Routinen an Aufgaben oder Tätigkeiten andocken deren Ergebnis uns Freude bereitet. So kann es Freude bringen, wenn morgens die Wohnung in einem guten Zustand verlassen wird. Dabei helfen kleine Handgriffe und Routinen um morgens die Wohnung „auf Vordermann“ zu bringen. Oder auch regelmäßige Zeiten für das Bezahlen von Rechnungen können für ein entspanntes Gewissen sorgen. Damit schenkt das Ergebnis der Routine Freude und Gelassenheit. Das Wissen darum die „Dinge im Griff“ zu haben gibt uns allen Grund zur Erheiterung.


Welche anderen Routinen geben Freude?

  • Regelmäßiger Sport/ regelmäßige Bewegung schütten Glückhormone aus und bauen Adrenalin ab
  • Vorsorgeuntersuchungen geben uns ein gutes Gefühl, dass wir mit unserer Gesundheit auf einem guten Weg sind
  • Selbstfürsorge schafft kleine Auszeiten und wir kümmern uns um uns selbst
  • Feste Verabredungen mit Freunden oder Familienmitgliedern sorgen für regelmäßigen Austausch und soziale Interaktionen, die uns näher zueinander bringen

Die Angst vor dem Stolz

- Stolz ohne Arroganzfalle

In den christlichen Kulturkreisen gilt „Stolz“ als eine der sieben Laster oder Todsünden der Menschheit. Vor diesem Hintergrund haben viele von uns gelernt, dass „Stolz“ eine gefährliche Emotion ist. Dabei wird nur selten zwischen den positiven und negativen Formen des Stolzes unterschieden.

  • Authentischer/echter Stolz
  • Negativer Stolz

Mit ersterem ist das Gefühl „von Selbstbewusstsein und Freude über einen Besitz, eine [eigene] Leistung erfüllt; ein entsprechendes Gefühl zum Ausdruck bringend oder hervorrufend“ gemeint. Dieser stolz ist positiv besetzt und drückt aus, dass wir sehr glücklich und zufrieden sind mit dem Geschehen, zu dem wir beigetragen haben. Für diese Form wird uns immer wieder die Erlaubnis von außen gegeben, wenn jemand uns bestätigt „Darauf kannst du stolz sein.“

In der zweiten Variante erleben wir ein Verhalten von überheblichem Selbstbewusstsein und Arroganz. Diese Sorte des Stolzes ist die, vor der wir in der Erziehung so oft gewarnt werden. Gleichzeitig wird uns aber auch die erste Variante damit gleich vermiest.


Durch echten, authentischen, positiven Stolz können wir das eigene Selbstwertgefühl stärken. Uns selber klarzumachen was wir leisten und wie wertvoll unser Beitrag trägt dazu bei, dass wir unabhängiger von der Bestätigung von außen werden und uns selber diese Wertschätzung entgegenbringen. Dadurch können wir unseren Selbstwert und unsere Stärke eigenständig unterstützen. Insbesondere für Frauen kann dies ein wichtiges Thema sein.


Immer wieder erlebe ich in Vorträgen oder in Coachings, dass die Ursache für viele Herausforderungen und Fragen in einem fehlenden Selbstwertgefühl liegen. Im extremen Fall führt dies sogar zum Imposter-Syndrom/ Hochstapler-Syndrom. Die Person hat also das Gefühl, dass sie eigentlich gar nicht wirklich etwas leistet oder leisten kann, die Welt dieses aber noch nicht entdeckt hat. Damit geht eine Angst einher, dass irgendwer diese fehlenden Fähigkeiten bemerken und den "Schwinde“" aufdecken wird. Wohlgemerkt: dies alles wird von der Person so empfunden, gar nicht von der Umwelt. Der fehlende Selbstwert und die mangelnde Fähigkeit sich selber zuzusprechen, dass die eigene Leistung wahrnehmbar und relevant ist, sorgen dafür, dass diese Ängste verstärkt werden.

Eine Lösung ist hierbei verstärkt auf den eigenen Stolz zu setzen. Wir dürfen uns häufiger fragen, worauf wir stolz sind. Und das kann winzig klein oder wahnsinnig groß sein. Uns selber wertzuschätzen und unsere Leistungen als wertvoll anzuerkennen, hilft uns die Perspektive zu verändern. Und durch diesen Perspektivwechsel üben wir uns selber positiver wahrzunehmen, unseren Selbstwert zu stärken und mit Freude unser Können und unsere Persönlichkeit zu präsentieren.


Tipp: Wie vermeide ich die Arroganzfalle?

  • Bleiben Sie mit sich realistisch und ehrlich.
  • Holen Sie sich regelmäßig Feedback von Kolleg:innen, Familienangehörigen oder Freund:innen.
  • Behalten Sie eine Portion Bescheidenheit, ohne sich selbst klein zu machen.
  • Nutzen Sie Stolz nicht als Abwehrmechanismus oder Selbstschutz, sondern als ehrliche Wertschätzung für sich selbst oder andere.

Weil ich es mir wert bin

- 10 gute Gründe für eine Investition in sich und die eigene Entwicklung

Haben Sie schonmal investiert? Vielleicht haben Sie Geld in eine Anlage investiert oder sich an einer Unternehmung beteiligt. Ganz sicher haben Sie aber schon einmal Zeit oder Energie in etwas oder jemanden investiert, z.B. durch ehrenamtliche Tätigkeit oder Unterstützung für ein Projekt. Wie steht es denn um die Investition in Ihre eigene Person und die damit verbundene persönlich oder berufliche Entwicklung? Investieren Sie regelmäßig in die wichtigste Unternehmung, nämlich Sie selbst?

Die Investition in Humankapital, also menschliche Ressourcen, ist so wichtig, da sie wesentlich zum Erfolg und Gelingen der Wirtschaft, der Finanzen und des eigenen Werdegangs beiträgt. Das klingt komplizierter als es ist. Ganz einfach gesagt: Wer in die eigene Bildung und die eigenen Fähigkeiten investiert hat bessere Aufstiegschancen, mehr persönliche Ressourcen und mehr Potenzial für finanzielles Wachstum. Und das sind nicht einmal alle Gründe für die Investition in sich selber. Hier folgen 10 weitere wichtige Gründe für die Investition in Ihr wichtigstes Produkt:



1. Kurzfristige Auszahlung

Je nach Intensität und Art der Investition kann sich das Ergebnis sehr schnell bemerkbar machen. So kann eine kurzfristige Weiterbildung dafür sorgen, dass Ihnen mehr Verantwortung oder eine höhere Gehaltsstufe bei der Arbeit zugesprochen werden. Die Investition in Sport oder Meditation können zu einer schnelleren, spürbaren Entspannung führen. Durch die Zeit oder auch die finanzielle Investition werden schnelle Ergebnisse erkennbar und damit die Investition genau so schnell rentabel.

 

2. Langfristige Auszahlung

Bei manchen Investitionen dauert das sichtbare Ergebnis etwas länger. Oft sind diese Veränderungen und Effekte aber auch größer und nachhaltiger. So kann die Zeit und der finanzielle Aufwand für die eigene Altersvorsorge langfristig geplant und angelegt sein, das Ergebnis am Ende jedoch umso bedeutsamer und nachhallender.


3. Investition in sich selber stärkt den Glauben an sich selber.

Selten investieren Kapitalgeber in ein Produkt oder ein Unternehmen, dass zum Scheitern verurteilt ist. Genau so investieren auch Sie (hoffentlich) selten Zeit und Energie in eine Sache die in Ihrer Beurteilung nicht zum Erfolg führen wird. In dem Moment wo Sie in sich selber investieren bestätigen Sie sich selber, dass Sie an sich und Ihre Entwicklung glauben. Und das wiederum stärkt Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Selbstbewusstsein.


4. Wissen ist Macht.

Durch die Investition in Wissen jeder Art verbessern Sie Ihre Position. Mehr Wissen bedeutet die Welt und sich selber besser zu verstehen. Dadurch können Sie sich in der Welt und Ihrer eigenen Haut sicherer fühlen und auch sicherer handeln. Damit schaffen sie sich eine stärkere Position und haben Ihr Leben in der eigenen Hand.


5. Sich selber besser kennenlernen.

Mit welcher Person verbringen Sie im Leben die meiste Zeit? Nicht mit Ihrem Partner:in oder Familie, sondern mit sich selber. Wie gut kennen Sie sich selber? Coaching und Selbstreflektion und die Investition in beides rentieren sich darin, dass Sie sich selber besser kennen (und lieben) lernen. So sind Sie in der Lage bei Gehaltsverhandlungen, Konfliktsituationen oder Familientreffen sich und Ihre Wünsche selbstbewusster zu vertreten.


6. Sich selber unabhängig machen.

Wie oft verlassen Sie sich auf die Aussagen oder Beurteilungen von anderen Personen? Natürlich machen wir das alle, doch es kommt darauf an wann, wo und wie wir das tun. Je mehr Sie Ihre eigenen Fähigkeiten und Ihr Wissen ausbauen, desto weniger müssen Sie sich auf andere Menschen verlassen und desto besser wissen Sie wem Sie vertrauen können.


7. Sich selber als Priorität wahrnehmen.

Investitionen brauchen in der Regel eine Priorisierung. Zeit, Geld und Energie sind nicht unendlich zu jedem Zeitpunkt vorhanden, so dass Sie entscheiden dürfen worin Sie Ihre Ressourcen stecken. Indem Sie in sich selber investieren nehmen Sie sich selber als wichtige Priorität wahr. Für was entscheiden Sie sich: das neuste Produkt auf dem Markt oder Ihre eigene Entwicklung?


8. Stärkung der Umgebung

Die eigene Entwicklung zieht Kreise. Wie ein Stein der ins Wasser fällt erzeugt auch Ihr Wissen und Ihre Investition neue Kreise. Zum Einen agieren Sie als Vorbild für andere Menschen in Ihrer Umgebung, wie z.B. Familienmitglieder oder Kolleg:innen. Zum Anderen können Sie Ihre Fähigkeiten nutzen und damit Ihr Umfeld unterstützen und verändern. In beiden Fällen sorgen Sie dafür, dass nicht nur Sie selber von der Investition profitieren, sondern auch andere dabei partizipieren.


9. Investitionen haben Anziehungskraft.

In dem Moment wo Sie in sich selber investieren setzen Sie ein Signal an die Umwelt: „Ich glaube an mich.“ Damit erhöhen Sie Ihre Chancen, dass andere Menschen Ihrem Beispiel folgen und ebenfalls in Sie investieren. Dies kann in Form einer bezahlten Weiterbildung beim Arbeitgeber geschehen oder auch in Form von Freundschaften die durch gemeinsame Werte entstehen.



10. Weil Sie es wert sind.

Jede Form der Investition in sich selber bringt eine Form der Veränderung mit sich. Nur durch Veränderung kann sich etwas bewegen, etwas Neues entstehen und eine Entwicklung stattfinden. Sie sind diese Entwicklung wert! Ohne Fragen und ohne Einschränkungen!


Ich möchte in mich investieren

- aber wie?

Sie suchen nach einer Möglichkeit in sich selber zu investieren, wissen aber nicht wo sie anfangen sollen? Optionen und Angebote gibt es wie Sand am Meer – manche davon seriös, andere davon weniger vielversprechend. Wie finden Sie heraus welche Option für Sie passt?


  • Was ist Ihr Ziel? Was wollen Sie erreichen?

Überlegen Sie was sie erreichen möchten. Das Ziel muss nicht groß sein, es muss aber Bedeutung für Sie haben. Suchen Sie nach Optionen die Ihr Ziel unterstützen und zur Erreichung beitragen.


  • Was tut Ihnen gut?

Suchen Sie sich eine Option mit der Sie sich wohlfühlen. Zeit, Ort, Rahmenbedingungen und/oder Inhalte sollten sie fröhlich und voller Vorfreude stimmen. Die Investition sollte Ihnen Freude bereiten. So können Sie sie optimal nutzen.


  • Wer ist der Anbieter?

Schauen Sie sich an wer den Kurs, die Weiterbildung oder das Produkt anbietet. Welche Ausbildung, Qualifizierung und/oder Erfahrung bringt das Unternehmen oder die Person mit? Gibt es Erfahrungswerte anderer Teilnehmer:innen oder Nutzer:innen? Jeder seriöse Anbieter sollte sich im Vorfeld Ihren Fragen oder Erwartungen stellen und Ihnen in einem kostenfreien Orientierungsgespräch die Möglichkeit des Kennenlernens ermöglichen.


  • Regional und lokal sind sinnvoll, aber nicht zwingend.

Es ist immer gute Anbieter vor Ort zu nutzen. Sie kennen die Umgebung in der Sie leben und arbeiten und können meistens auf ein weiterführendes Netzwerk vor Ort zurückgreifen. Sollten Sie aber Themen suchen die nicht in Ihrer Region vertreten sind kann es sinnvoll sein online weiter zu schauen. Lassen Sie sich nicht davon aufhalten, dass Sie keinen Anbieter am Ort finden.


  • Bildungsanbieter helfen weiter.

Wenn Sie ein spezielles Thema suchen, dass Sie nicht direkt finden können, kann es hilfreich sein lokale Bildungsanbieter zu kontaktieren. Volkhochschulen, Bildungswerke und Co. Greifen auf einen großen Stamm von Dozent:innen zu und können ggf. die passende Person oder den richtigen Kurs empfehlen. Nicht jedes Thema was die Organisationen anbieten können ist auch im offiziellen Programm vertreten.


  • Sprechen Sie mit anderen Personen.

Erzählen Sie im Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis über Ihr Vorhaben und lassen Sie sich von den Erfahrungen und Ideen anderer Personen inspirieren. So erhalten Sie Empfehlungen zu den passenden Ansprechpartner:innen und können gleichzeitig andere Menschen motivieren selber in sich zu investieren.

Fragen Sie sich vielleicht gerade ob ArbeitsLeben eine gute Adresse für Ihre Weiterentwicklung ist? Schauen Sie doch gerne hier vorbei um einen tieferen Einblick in eine mögliche Zusammenarbeit zu erhalten.


Flugmodus an

- Ein Plädoyer für echten Urlaub

Haben Sie auch schonmal folgenden Satz benutzt: „Ich habe zwar Urlaub, aber…“. Wahlweise wird der erste Halbsatz gefolgt von diversen Arztterminen, sozialen Verpflichtungen, Haushaltsaufgaben oder Ansprüchen die Sie vom Arbeitsplatz mitnehmen. Wir laufen selbst im Urlaub im Dauerbetrieb. Das widerspricht der Idee eines Erholungsurlaubs. Ist das ein echter Urlaub? Ich sage: NEIN! Hier also ein Plädoyer dafür sich selber, wie das Smartphone, in den Flugmodus zu schalten, nur sehr bedingt erreichbar zu sein um sich endlich mal wieder richtig frei zu machen.



Was ist echter Urlaub?

Urlaub soll der Erholung von Körper und Geist dienen. In seiner Form als Rechtbegriff ist der bezahlte Erholungsurlaub gemeint. Auch in der Rechtsprechung gilt dabei, dass keine Erwerbstätigkeit vollzogen werden darf, die dem Urlaubszweck, nämlich der Erholung, widerspricht. Dies bedeutet, dass wir den gesetzlichen und vertraglichen Urlaub vom Arbeitgeber oder aus der Selbstständigkeit auch genauso nutzen sollten: zur Erholung.

Was umfasst einen echten Erholungsurlaub?

Die Faustregel für echten Erholungsurlaub lautet: Dinge tun die Erholung und Freude bringen. Das kann für jede Person etwas Unterschiedliches sein:

  • Arbeit im eigenen Garten
  • Reisen in unbekannte Gebiete
  • Treffen mit Familie und Freunden
  • Alleine lesen und Kaffee trinken
  • Sport machen
  • Neue Sprachen lernen
  • Usw.

Die Liste ist genau so individuell wie jede Person. Es geht auch viel weniger um die einzelne Aktivität. Die eigentliche Idee ist es die Gesamtzeit des Urlaubs so zu gestalten, dass die überwiegende oder ganze Urlaub Erholung bietet. Und doch lassen wir uns davon oft genug abbringen.


Wie kann ich echten Urlaub durchsetzen?

  • Kennen Sie Ihre Rechte.

Sie müssen während Ihres Urlaubs nur für Notfälle erreichbar sein und falls die Erreichbarkeit nicht gewährleistet werden kann ist dies kein Kündigungsgrund. Fehlendes Personal ist dabei übrigens kein Notfall. Und Arzttermine, je nach Situation und Lage können auch während der Arbeitszeit stattfinden. Dies gilt zwar nur für bestimmte Situationen, aber es ist nicht unmöglich.


  • Definieren Sie „Erholung“ für sich.

Überlegen Sie vor dem Urlaub genau was „Erholung“ für Sie bedeutet. Welche Aktivitäten helfen Ihnen zu entspannen? Welche Termine sorgen für Erleichterung und Freude? Was können Sie tun um Ballast abzuwerfen?


  • Kommunizieren Sie sehr deutlich.

Wenn Sie eine klare Vorstellung davon haben was Erholungsurlaub für Sie genau beinhaltet kommunizieren Sie dies mit Ihrer Umwelt. Machen Sie sich ggf. einen Plan mit Aktivitäten die Ihnen wichtig sind und zu Ihrer Erholung beitragen. Kombinieren Sie dies mit Familienmitgliedern, die gleichzeitig Erholungsurlaub haben.


  • Fokussieren Sie sich auf Ihre Aufgabe: Erholung.

Wenn Sie verschiedenen Verpflichtungen oder Aufgaben begegnen, fragen Sie sich einmal ob diese Sache auf Ihre Erholung „einzahlt“. Unterstützt es Ihre Erholung und Entspannung? Wenn ja, dann ran da! Wenn nein, dann planen Sie es für eine Zeit außerhalb Ihres Erholungsurlaubs.


Wie wir unsere Zeit und insbesondere unseren Urlaub gestalten hat auch damit zu tun wie wichtig und ernst wir unsere eigenen Bedürfnisse nehmen. Sie sind es wert auf sich und Ihre mentale und physische Gesundheit Acht zu geben und diese nach Kräften aufrecht zu erhalten. Nutzen Sie diese Chance und machen Sie Ihren persönlichen Flugmodus an und schalten Sie richtig ab!


Bereit zum Abflug

- Urlaub am Arbeitsplatz richtig vorbereiten

Noch schnell die letzte Mail schreiben oder die letzte Ware wegräumen und noch die Pflanze gießen, ach, und da war ja noch ein Rückruf der erledigt werden muss. So, oder so ähnlich, verabschieden sich viele Arbeitnehmer:innen und Selbstständige in den Urlaub. Auf den letzten Drücker müssen noch Dinge abgearbeitet und erledigt werden und der Start in die Erholungsphase beginnt mit viel mehr Stress. Das geht auch anders!



Die letzte Woche vor dem Urlaub

Die Urlaubsvorbereitungen beginnen schon mit der letzten Woche vor dem Urlaub. Hier startet der Prozess mit einer Liste aller noch offenstehenden Aktivitäten. Diese werden nun konsequent auf die noch ausstehenden Arbeitstage, die Vertretung oder die Zeit nach Urlaub verteilt. Dringliche Aufgaben (zeitkritisch) sollten dabei noch vor dem Urlaub erledigt werden. Wichtige Aufgaben, d.h. die von Ihnen persönlich erledigt werden müssen, sollten auf den zeitlichen Rahmen überprüft und entweder vor oder nach dem Urlaub terminiert werden. Dabei ist auch der Termin zur Übergabe an Kolleg:innen zu berücksichtigen.

Übergabe kurz vor dem Urlaub

Der Zweck einer Übergabe vor und nach dem Urlaub ist es einen möglichst reibungslosen Ablauf im Unternehmen und für Kolleg:innen und Kund:innen zu ermöglichen. Dabei sollten folgende Aspekte besprochen und berücksichtigt werden:

  • Unerledigte, offene Aufgaben
  • Routineaufgaben mit Zeitpunkt und Art der Durchführung
  • Ansprechpartner:innen zu Rückfragen
  • Aufgaben die bei mehr Zeit erledigt werden können
  • Ziele für die Urlaubszeit

Die Übergabe sollte, falls möglich, auch kurz schriftlich zusammengefasst werden. So ist es leichter nach dem Urlaub die Übergabe in die andere Richtung strukturiert zu vollziehen.



Tag vor dem Urlaub

Je nach Arbeitsumfeld und Arbeitssituation sollten hier keine zu großen Projekte und Termine mehr eingeplant werden. Der letzte Tag vor dem Urlaub dient dazu letzte Aspekte abzuschließen, Rückfragen zu klären, Abwesenheitsnotizen und Übergaben zu vollenden und den Arbeitsplatz aufzuräumen und geordnet zu hinterlassen. Dies hilft dabei den Einstieg nach dem Urlaub entspannter zu gestalten und ggf. für die Kolleg:innen wichtige Dokumente und Materialien auffindbar zu machen.


Der Feierabend an diesem Tag sollte ebenfalls so ruhig und pünktlich wie möglich eingehalten werden. Dies sorgt für eine angenehmere Abschiedsatmosphäre vom Arbeitsplatz und erleichtert das Wiederkehren.


Auf der Landebahn angekommen

- Rückkehr zur Arbeit nach dem Urlaub

Egal wie kurz oder lang Ihr Urlaub war – wahrscheinlich bleibt ein kleines Restgefühl von Wehmut und dem Wunsch, dass der Urlaub noch etwas länger hätte sein können. Und im besten Fall mischt sich auch ein bisschen Vorfreude auf die Tätigkeit und die Kolleg:innen dazu. Falls dies so gar nicht der Fall ist, empfehle ich hier weiter zu lesen.

Wenn wir davon ausgehen, dass Sie mit Wohlwollen an Ihre Arbeit denken, dann nehmen wir ebenfalls an, dass Sie motiviert sind und Ihre Arbeit gerne machen wollen. Umso schöner ist es, wenn dann die Rückkehr aus dem Urlaub entspannt und mit System passiert. Hierzu können Sie auf folgende Arten beitragen:


  • Nehmen Sie den Vormittag des ersten Tages als „Rückkehrzeit“.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über E-Mails, aufgelaufene Aufgaben, Fortschritte und Veränderungen im Betrieb und planen Sie eine Übergabe mit der Urlaubsvertretung ein. So können Sie ein Gefühl für die aktuelle Situation bekommen und die nächsten Tage strukturieren und planen.

Vermeiden Sie Überstunden in den ersten Tagen.

Jegliche Erholung wird dabei sofort in Frage gestellt und Sie setzen ein ungesundes Beispiel für Kolleg:innen und Vorgesetzte. Arbeiten Sie lieber fokussiert und pünktlich als mit Ablenkungen und zusätzlichen Aufgaben. Sie sollten die Zeit des Urlaubs nicht nach dem Urlaub „nacharbeiten“.


  • Schaffen Sie einen Platz für Erinnerungen.

Bringen Sie aus dem Urlaub eine Kleinigkeit für Ihren Arbeitsplatz mit der das positive, entspannte Gefühl des Urlaubs symbolisiert. Indem Sie diesen Gegenstand jeden Tag sehen (und vielleicht auch nutzen) erinnern Sie sich an das gute Gefühl und können es leichter reproduzieren und in Ihren Arbeitsalltag integrieren.


  • Nutzen Sie frische Energie.

Sind Sie nach dem Urlaub voller Tatendrang und neuer Energie? Dann nutzen Sie die Aufbruchstimmung für gute Routinen und Strukturen. Wollten Sie schon länger eine Art „Neuanfang“ schaffen? Mit dem frischen Start nach der freien Zeit können Sie endlich Veränderungen vornehmen die im Arbeitsalltag sonst schwierig umzusetzen sind.


Mit diesen Tipps schaffen Sie eine entspanntere Rückkehr nach dem Urlaub und können die neu gewonnene Entspannung in den Arbeitsalltag mitnehmen und mit Freude Ihrer Arbeit nachgehen bevor Sie in den nächsten Urlaub durchstarten.


Warum wir Krisen brauchen

- eine neue Perspektive schaffen

„Ohne Licht, kein Schatten.“

 „Wenn wir das Schlechte nicht kennen, dann können wir das Gute nicht finden.“ „

Aus Krisen gehen große Erfindungen hervor.“


So, oder ähnlich, haben wir in herausfordernden Zeiten schon den einen oder anderen Satz gehört. Und der Wahrheitsgehalt liegt auf der Hand. Und trotzdem würden wir uns wünschen, dass es die Probleme und Herausforderungen nicht gäbe. Ich wünsche es mir ehrlicherweise auch. Und doch weiß ich: Krisen stoßen uns aus unserer Komfortzone und fördern unser Wachstum. Sie sorgen dafür, dass wir unsere Situation überdenken, neue Bewertungen vornehmen, unseren Horizont erweitern und zu Handlungen angetrieben werden. Wir werden aktiv in der Krise, denn wir wissen, dass sich Probleme selten durch Abwarten lösen. Mich begleitet dabei seit längerer Zeit ein Spruch, den ich gerne mit Ihnen teilen möchte: „Das Leben ruckelt immer etwas, wenn es in den nächsten Gang schaltet“. In diesem Sinne: lassen Sie es ruckeln!

Was redest du denn da?

- Kommunikation in Teams verbessern - für mehr Freude

Wie drücken Sie aus, dass Sie sich über etwas freuen? Vielleicht sprechen Sie es aus, vielleicht jubeln Sie laut, vielleicht lächeln Sie das Gegenüber an. All‘ diese Ausdrücke sind Formen von Kommunikation – von verbal bis non-verbal. Ohne Kommunikation wäre es für uns schwierig Emotionen Ausdruck zu verleihen und noch schwieriger für unsere Umwelt unsere Freude wahrzunehmen und zu teilen.

Kommunikation ist ein wesentliches Element dafür, dass wir Freude kommunizieren oder auch Anlass zur Freude schaffen. Je besser wir kommunizieren, je eindeutiger unsere Gespräche verlaufen, je mehr wir in der Lage sind unsere Bedürfnisse zu vermitteln, desto mehr Freude können wir erleben. Aus diesen Gründen ist es so wichtig an unserer Kommunikation zu arbeiten und festzustellen, wie wir sie einsetzen können um im beruflichen Alltag Freude dadurch fördern zu können.

Fangen wir mir einer simplen Logik an: Freude empfinden wir wenn,

  • Ziele erreicht werden
  • Erwartungen erfüllt werden
  • Schöne Dinge passieren
  • Wir ein Lob erhalten
  • Uns Vertrauen geschenkt wird
  • Wir positive Termine erleben
  • U.v.m.

Was können wir also dafür an unserer Kommunikation tun, um diese Punkte zu erreichen. Diese drei Ansätze helfen uns dabei:


Transparent kommunizieren

Erwartungen, Zielsetzungen, Lob, Wertschätzung, Vertrauen – all‘ diese Aspekte brauchen eine deutliche Aussprache und eindeutige Kommunikation um von allen Beteiligten verstanden und gehört zu werden. Zur transparenten Kommunikation braucht es eine verständliche Ausdrucksweise, nachvollziehbare Kommunikationswege, begreifbare Vergleiche und Offenheit.

Wie kann man dies üben?

Reden und nach Feedback fragen– je mehr Sie mit den beteiligten Personen sprechen und reflektieren, desto genauer lernen Sie ob und wie Ihre Kommunikationsweise funktioniert und wo es ggf. Stolpersteine gibt. Dies fördert Vertrauen, Selbstreflektion und das Verständnis füreinander und damit im Ergebnis einen optimaleren Austausch.


Positiv Kommunizieren

Im Alltag benutzen wir häufig Verneinungen oder Ablehnungsbeispiele um unsere Aussagen zu verdeutlichen. Beispiele dafür sind „Es ist nicht so, dass..“ oder „Das ist nicht schlecht.“ Dies sorgt für eine negativere Grundhaltung bei Sprechendem und Zuhörendem. Hier wären positive Ausdrucksformen hilfreich um eine gute Grundstimmung zu erreichen und damit Kommunikation erfolgreicher zu gestalten.

Wie kann man dies üben?

Achten Sie bewusst auf Ihren Ausdruck. Fallen Ihnen Beispiele für negative Grundhaltungen auf? Sprechen Sie bewusst in positiven Bildern, z.B. „Das klingt sehr gut.“ Oder „Es ist so, dass…“ Dazu können Sie sich auch im Internet über alternative Ausdrucksformen informieren.


Gute Rahmenbedingungen schaffen

Kommunikation hängt viel von Wortwahl, Stimmlage und Körpersprache ab. Diese werden durch den äußeren Rahmen beeinflusst. In einer gelösten, guten Situation wird auch die Kommunikation gelöster, offener und positiver. Schaffen Sie als für Gespräche, wie z.B. Meetings, einen positiven Rahmen.

Wie kann ich dies umsetzen?

Sorgen Sie für eine entspannte Stimmung z.B. durch Getränke oder einen schönen Raum. Setzen Sie Termine und Gesprächseinladungen mit genug Zeit an. Schaffen Sie ausreichend Gelegenheit für wichtige Themen und Fragen. Damit setzen Sie ein Zeichen, dass Ihnen der Austausch wichtig ist und Sie das Gegenüber ernst nehmen.


Für mehr Tipps zur Freude und zur Umsetzung positiver Kommunikation schauen Sie hier vorbei.


Warum wir andere Menschen brauchen 

- 6 gute Gründe für den sozialen Kontakt

Wenn Sie gefragt werden ob Sie extrovertiert oder introvertiert sind, was sagen Sie dann? Woran merken Sie ob Sie eher zum Einen oder zum Anderen gehören? Häufig wird die Unterscheidung anhand des sozialen Kontaktes gemacht: „Ich bin sehr gerne unter Menschen“ oder „Ich meide Menschen“. Dabei hat dies nur bedingt etwas mit der Zuordnung zu tun. Ob extrovertiert oder introvertiert, Menschen brauchen Menschen. Wir gehören zu sozialen Gefügen und brauchen den Kontakt zu anderen Personen. Studien haben diese mittlerweile in vielfacher Hinsicht belegt: sozialer Kontakt dient unserer psychischen und physischen Gesundheit. Doch welche anderen guten Gründe gibt es für den sozialen Austausch?


Teilen von Freud‘ und Leid

Im Austausch können wir unsere Herausforderungen genau so teilen wie unsere Freude am Erlebten. Menschen, im passenden Maß und mit den richtigen Personen, können unseren Alltag mit Mitgefühl verbessern.

 

Menschen helfen uns zu lernen

Neben Fachwissen und praktischen Fähigkeiten lernen wir um Zusammenleben und -arbeiten mit anderen Personen emotionale Kompetenzen, Kommunikationsfähigkeiten sowie kulturellen Austausch. Aus den individuellen Erfahrungen unserer Mitmenschen können wir, mit genug Offenheit, viel mehr mitnehmen als uns auf den ersten Blick bewusst ist. Das bedeutet, dass uns andere Personen zu besseren Freunden, liebevolleren Familienmitgliedern und intelligenteren Arbeitnehmer:innen oder Unternehmer:innen machen.


Freundschaften mit anderen Personen erhöhen die Lebenserwartung.

Studien haben herausgefunden, dass die Ausschüttung des Hormons Oxytocin vermehrt in vertrauten Situationen mit Freunden stattfindet. Dieses Hormon sorgt für einen Ausgleich bei Angst und Stress und für eine Aktivierung des Belohnungszentrums. Dies bewirkt eine längere Lebenserwartung. Spannend: Familie und Partner haben nicht den gleichen Effekt.


Kommunikation mit anderen Menschen fördert Möglichkeiten

Wie oft kommt es vor, dass Sie im Gespräch von Neuigkeiten hören: ein neuer Job, ein Haus wird verkauft, ein neues Rezept wurde ausprobiert. Dieser Austausch erhöht unsere Möglichkeiten und Chancen. Wir teilen Informationen und haben so Zugang zu verschiedenen Kanälen und Möglichkeiten für andere Personen und uns selbst.


Leben mit und um andere Menschen stärkt unseren Geist

Durch den Umgang mit verschiedenen sozialen Situationen und Gespräche nimmt unser Gehirn diverse Informationen auf. Um diese zu verarbeiten, muss sich das Gehirn anstrengen und neue neurologische Bahnen bauen oder vorhandene stärken. Dies ist wie ein Sportprogramm für unser Gehirn. So betreiben wir durch den sozialen Kontakt automatisches Gehirnjogging.


Kultureller Erhalt

Viele unserer Traditionen und Bräuche werden durch Überlieferung und praktisches Vorleben weitergegeben. Stellen wir uns vor es gäbe diese Weitergabe nicht: Ohne soziale Interaktion würden Teile unserer Kultur verloren gehen. Gepflogenheiten, Verhaltensweisen und Traditionen könnten nicht mehr dargestellt und weitererzählt werden, so dass die Kultur verarmen würde.


Und, sind Sie jetzt vom sozialen Miteinander überzeugt? Was lieben Sie am sozialen Austausch? Schreiben Sie gerne einen Kommentar dazu bei Facebook oder Instagram.

3 Rituale für mehr Freude im Alltag

- Schnell und einfach umgesetzt

Für mich sind Rituale ständige Begleiter im Alltag. Manche dieser Rituale sind bewusst geschaffen, andere haben sich im Laufe der Zeit etabliert. Was bewirken Rituale? Sie geben dem Alltag eine Struktur und Sicherheit. Selbst in stressigen oder herausfordernden Zeiten bleiben Teile dieser Rituale und sie geben Kraft und Stabilität. Sie sorgen vielleicht für ein Minimum an Aufmerksamkeit für die eigenen Bedürfnisse oder für das Vorankommen im Alltag – je nach gewählten Ritualen.

Um Rituale zu etablieren die im Ergebnis Freude bereiten braucht es ein wenig Zeit, Geduld und eine Übungsphase von rund drei bis vier Wochen. Durch die ständige Wiederholung des Rituals kann dieses etabliert und im Alltag verankert werden. Hier sind drei Rituale, die für mehr Freude im Alltag sorgen:


Morgens etwas für mich tun

Wir alle haben eine Form von Morgenroutine: das tägliche Zähneputzen und duschen oder das Frühstück. Hängen Sie an ein bestehendes Ritual eine Handlung, in der Sie etwas Gutes für sich tun. Dies kann z.B. das Auflegen eines schönen Dufts, ein leckeres Stück Obst oder eine kurze Meditation vor dem Frühstück sein. Achten Sie darauf dieses Ritual vor der Arbeit einzubauen, so dass Sie einen positiven Start in den Tag erleben.


„Nein, danke.“ sagen

Wir haben im Alltag viele Optionen und Möglichkeiten und treffen jeden Tag eine Vielzahl von Entscheidungen. Dabei sagen wir sehr häufig „Ja“. Doch wie häufig und leicht sagen wir „Nein“? Machen Sie „Nein, danke.“ zu einem regelmäßigen Teil Ihres Wortschatzes. Dabei kann es eine Routine werden unliebsame Verabredungen oder Mehrarbeit freundlich, dankend abzulehnen.


Den Tag bewusst abschließen.

Über den Tag verteilt sammeln wir viele Eindrücke. Da kann es manchmal schwer sein sich von diesen Eindrücken zu befreien und entspannt in die Nacht zu gehen. Hierbei hilft ein bewusstes Abendritual, um den Tag abzuschließen. Probieren Sie einmal sich abends, vor dem „Bettfertigmachen“ bewusst mit dem Tag auseinander zu setzen, sich für das Gute zu bedanken und die Herausforderungen gehen zu lassen. Nehmen Sie sich hierfür ein festes Zeitfenster (max. 10 Minuten). Danach dürfen Sie entspannt und mit Ruhe den Rest Ihrer Abendroutine durchführen und in den Feierabend gehen.


Viel Spaß bei der Umsetzung dieser drei Rituale - ganz nach Ihrem Geschmack!


7 Achtsamkeitsübungen für den Arbeitsalltag

- Tipps und Tricks für den praktischen Einsatz

Diese sieben Übungen können in Kombination oder auch unabhängig voneinander im Büroalltag integriert werden. Sie sind einfach umzusetzen, unauffällig in der Durchführung und können bei Bedarf als Einstieg in eine größere Achtsamkeitspraxis dienen.


Bewusste Atemübung

Setzen Sie sich aufrecht auf dem Bürostuhl hin. Je nach Situation können Sie die Augen einen Moment schließen. Atmen Sie bewusst und tief für vier Sekunden ein. Atmen sie anschließend sieben Sekunden aus. Dies wiederholen sie elf Mal. Diese Methode wird auch als „4711“ bezeichnet.


Langsamkeit nutzen

Wenn sie in Hektik oder Stress verfallen können Sie die Langsamkeit für sich arbeiten lassen. Beim Essen, Trinken oder auch durch den Betrieb laufen führen Sie die jeweilige Tätigkeit bewusst und langsam aus. Achten Sie gezielt darauf Ruhe in die Aufgabe zu bringen. Kauen Sie langsam und gründlich, führen Sie das Getränk langsamer und bewusster an den Mund oder halbieren Sie Ihr Gehtempo. Fokussieren Sie sich nur darauf. Auch hier kann die bewusste Atmung unterstützen.


Körperinventur

Nehmen Sie sich einen bewussten Moment um, bei ruhiger Atmung, eine Inventur Ihres Körpers zu machen. Spüren Sie wie sich Ihr Körper anfühlt. Welche Bedürfnisse tauchen auf? Haben Sie Hunger, Durst oder das Bedürfnis sich zu strecken? Reagieren Sie auf die Bedürfnisse Ihres Körpers.


Let the music play

Hören Sie im Auto oder Büro ein Musikstück ganz bewusst. Lauschen Sie den verschiedenen Klängen und Rhythmen. Lassen Sie sich ganz in der Musik versinken, ohne etwas an ihr zu ändern oder das Stück zu bewerten. Hören Sie einfach hin. Dies kann helfen Ihren Geist zu erfrischen oder aus festgefahrenen Situationen auszutreten.


Feste Pausenzeiten

Schaffen Sie feste Pausenzeiten, auch für Ihre Achtsamkeit. Indem Sie Ihre Pausenzeiten deutlich kommunizieren und ggf. durchsetzen können Sie Zeitfenster und räumliche Gegebenheiten für Achtsamkeit schaffen. So können Mahlzeiten als Phasen der Achtsamkeit genutzt werden. Durch regelmäßige, klare Pausen können Sie so sicherstellen, dass Sie real in die Übung der Haltung und Methode hineinwachsen.


Schaffen Sie Flow durch umgekehrte Achtsamkeit

Nehmen Sie sich eine Aufgabe, der sie sich mit besonders viel Aufmerksamkeit widmen möchten. Achten Sie auf Ihre Gefühle, Ihr Tun bei dieser Aufgabe ohne zu werten, sondern fokussieren sie sich nur auf die Arbeit als solche. Versuchen Sie die Details der Aufgabe und des Handelns vollständig wahrzunehmen und lassen Sie andere Ablenkungen ohne Wertung gehen. So schaffen Sie Fokus um vollständig in der Aufgabe aufzugehen und den Ansatz eines „Flows“ zu erreichen.


Seien Sie achtsam im Gespräch

Häufig sind wir im Zuhören oder im Reden schnell mit Bewertungen und Beurteilungen des Gesagten oder Gehörten. Auch hier lässt sich Achtsamkeit einbauen und erproben. Hören Sie Ihrem Gegenüber bewusst zu, ohne das Gesagt zu beurteilen. Nehmen Sie die Informationen einfach auf. Hierdurch schaffen Sie Raum für mehr Informationen, sie geben dem Gegenüber die Offenheit zu sprechen und üben Ihre bewusste und offene Wahrnehmung.


Probieren Sie diese Übungen einmal aus und schauen Sie was sich verändert. Was können Sie beobachten?


Achtsamkeit als Methode am Arbeitsplatz

- Bewusstsein für mehr Freude

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist die be- und verurteilungsfreie Wahrnehmung in der Gegenwart und das Erlernen der Wahrnehmung zur Wahrheitsfindung. Die Achtsamkeit hat ihre Wurzeln im Buddhismus und veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte mit Anpassungen an das jeweilige gesellschaftliche Leben und die gesellschaftlichen Bedürfnis. Dabei wurde der Gedanke der Achtsamkeit immer mehr zum begrifflichen Sammelbecken. Hierbei ist die Form der Ausführung von Achtsamkeit sehr individuell, sollte jedoch nie das Ziel verfolgen eine höhere Leistungsfähigkeit zu erreichen, sondern ein Innehalten und Ankommen anstreben.


Wie passt Achtsamkeit zur Arbeit und der angestrebten Produktivität?

Das Innehalten und Ankommen des Individuums durch Achtsamkeitspraktiken sorgen dafür, dass nicht nur die einzelnen Arbeitnehmer:innen bewusster mit sich und ihrem Tun werden, sondern auch, dass im besten Fall eine ganze Organisation bewusster, gefestigter mit den eigenen Bedürfnissen verfährt und offener wird für die Bedürfnisse der einzelnen Mitglieder und angrenzenden Organisationen. Die wertungsfreie Haltung sorgt zudem für mehr Offenheit im Austausch und der Kommunikation.

Achtsamkeit sollte nicht in erster Linie eingesetzt werden um Produktivität und Leistungsfähigkeit zu erhöhen, sondern eine Möglichkeit schaffen bewusster zu handeln und sich den eigenen Bedürfnissen klarer zu werden. So wird eine bedürfnisorientierte, menschlichere Führung ermöglicht und mehr Raum für den oder die Einzelne gegeben.


Wie passen Achtsamkeit und Freude zueinander?

Durch das bewusste, wertungsfreie Wahrnehmen in der Gegenwart kann der Geist beruhigt und mit dem Körper verbunden werden. Was so spirituell und abstrakt klingt ist sehr simpel: Statt mit den Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft zu agieren und damit Ängsten, Sorgen, Reue, Wehmut etc. Raum zu geben, beschäftigt sich der Geist mit dem was hier und jetzt passiert. Im Hier und Jetzt können Sie agieren und Einfluss nehmen und erhalten so die Möglichkeit angemessen und nach meinen Bedürfnissen zu reagieren. Ihre Reaktionen werden klarer und unmittelbarer ohne durch Altes oder Zukünftiges beeinflusst zu werden. Das Handeln in der Gegenwart und die Verbindung zwischen den eigenen Bedürfnissen, den Bedürfnissen Ihrer Umwelt und Ihrem Geist sorgt für Ruhe und Entspannung.

In Ruhe und Entspannung können Sie Dinge  annehmen und wahrnehmen. Dadurch schaffen Sie Raum für Emotionen und der Wahrnehmung – und damit auch Raum für Freude!


3 schnelle Tipps für mehr Freude im Arbeitsalltag

- schnell, umsetzbar und effektiv

Das Unerwartete

Machen Sie sich und den Kolleg:innenn eine kleine Freude im Arbeitsalltag. Bringen Sie vielleicht einen kleinen Snack mit oder verabreden sie sich zu einem kurzen After-Work-Treffen. Die Überraschung tut gut.


Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz.

Je nach Branche oder Gegebenheit, bringen Sie ein bisschen Persönlichkeit an Ihren Arbeitsplatz. Ein paar liebgewonnene Fotos, schöne Postkarten oder die Lieblingstasse. Diese Objekte schaffen kleine Lichtblicke im Alltag.


Planen Sie etwas Schönes.

Planen Sie mit den Kolleg:innen etwas Schönes. Dies kann ein Teamtag, ein Jubiläum oder einfach ein entspannter Feierabend sein. Das gemeinsame Erlebnis der Planung sorgt für Euphorie und Zusammenhalt. Das fördert das Miteinander, die allgemeine Stimmung und schafft Perspektiven.


5 Ursachen für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz

- und was Sie dagegen tun können


„Ich kündige!“ – Das ist oft die letzte Lösung, wenn die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz überhandnimmt. Manchmal findet diese Kündigung still und heimlich im Inneren statt, manchmal wird sie laut gegenüber dem Arbeitgeber ausgesprochen.

Doch was sind die möglichen Gründe dafür? Und: was können Sie dagegen tun?


Mangelhafte Bezahlung

Bezahlung ist häufig eine der wichtigsten Kompensatoren, wenn am Arbeitsplatz andere Aspekte zu wünschen übrig lassen. Da werden andere Probleme ignoriert, weil zumindest das Gehalt stimmt. Doch wenn auch dieses nicht der eigenen (gefühlten) Leistungen entspricht, dann ziehen viele Arbeitnehmer die Reißleine – oft ohne vorheriges Gespräch mit den Entscheidungsträgern.

Wie können Sie eine mangelhafte Bezahlung beheben, wenn Sie sich Ihr Gehalt schließlich nicht selbst auszahlen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Leistung. Listen Sie Ihre Qualifikationen, Erfolge und Besonderheiten auf. Schaffen Sie Leistungen über das erwartete Maß hinaus? Erkundigen Sie sich bei verlässlichen Quellen nach dem üblichen Gehalt einer vergleichbaren Stelle. Lassen Sie sich dabei nicht von unrealistischen Zahlen ablenken. Vergleichen Sie nun Ihr reales Gehalt mit den gesammelten Informationen. Verdienen Sie zu wenig? Setzen Sie sich eine Zahl die Sie bei einer Gehaltserhöhung erwarten würden. Dann suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Führungskraft bzw. den Entscheidungsträgern und erklären Sie, warum Sie für Ihre Leistung eine angemessene Vergütung wünschen.


Fehlende Wertschätzung

Vielen Arbeitnehmern ist die Vergütung zwar wichtig, aber häufig wünschen Sie sich statt mehr Gehalt erst einmal mehr Wertschätzung. Gehören Sie dazu?

Wertschätzung kann sich in verbaler Anerkennung, kleinen Aufmerksamkeiten oder besondere Achtsamkeit auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen beziehen. Die Vielfalt ist groß! Wie können Sie als Mitarbeiter:in diese Wertschätzung erhöhen? Gehen Sie mit Beispiel voran und verteilen Sie Wertschätzung. Zeigen Sie Ihrem Umfeld wie es geht. Zudem können Sie das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen – ob Kollegen oder Führungskraft. Es ist sinnvoll darüber zu sprechen in welcher Form Sie sich die Wertschätzung wünschen, an welchen Stellen Sie einen Mangel erleben und zu klären was Sie tun können um diese Wertschätzung verstärkt zu erfahren.


Überforderung oder Unterforderung

Über die Medien wird häufig vom „Burn-Out“ gesprochen. Dabei sind die Ursachen vielfältig: zu viele Aufgaben, zu wenig Zeit, zu großer Leistungsdruck etc. Doch auch das komplette Gegenteil, nämlich Langeweile und Unterforderung, kann zum Problem werden. Denn die fehlende Auslastung oder eine unpassende Auslastung können zu Unzufriedenheit und fehlendem Arbeitssinn führen. Wie können Sie Unter- oder Überforderung entgegenwirken? Machen Sie sich klar in welche Richtung Ihre Unzufriedenheit geht.

Haben Sie zu viel zu tun? Treffen Sie Absprachen mit Kolleg:innen oder Vorgesetzten über Möglichkeiten Aufgaben anders zu verteilen und damit für Entlastung zu sorgen. Klären Sie hierbei auch mögliche Erwartungshaltungen, um ggf. eigene Ansprüche anzupassen.

Fühlen Sie sich eher unterfordert? Bieten Sie im Kolleg:innenkreis Hilfe an oder suchen Sie Aufgaben die mehr Ihren Qualifikationen und Fähigkeiten entsprechen. Treffen Sie Verabredungen mit den entsprechenden Personen wie Sie sich am Arbeitsplatz sinnvoller einbringen können.


Ständige Erreichbarkeit und hohe Ansprüche

In Zeiten von Mobiltelefonen, Messagingdiensten und sozialen Medien steigen in Betrieben vermehrt die Erwartungen an die Erreichbarkeit von Führungskräften und Mitarbeitern. Dies kann bei vielen Arbeitnehmer:innen zu Anspannung und Stress führen. Diesem können Sie mit klaren Absprachen und technischen Hilfsmitteln begegnen. Versuchen Sie Kommunikationskanäle nach privat und dienstlich klar zu trennen. Sprechen Sie eindeutige Kommunikationszeiten und Erreichbarkeiten ab. So bleiben die Erwartungen auf einer Linie und alle beteiligten Personen haben ein realistisches Bild der gegenseitigen Ansprüche.


Fehlende Perspektive

Positive Aussichten und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sind großartige Motivatoren. Doch wenn die berufliche und persönliche Weiterentwicklung auf der Strecke bleibt kann dies zur Unzufriedenheit führen. Die Weiterentwicklung kann dabei das Vorankommen in der Unternehmenshierarchie, eine persönliche Fortbildung oder die unternehmerische Entwicklung betreffen. Insbesondere bei ersteren Zweien können Sie ansetzen. Suchen Sie aktiv nach Kursen, Workshops oder anderen Entwicklungsmöglichkeiten, um Ihre bisherigen Fähigkeiten sinnvoll zu ergänzen und auszubauen. Schlagen Sie den Entscheider:innen diese Maßnahmen begründet vor und zeigen Sie den Nutzen und Ihren Einsatz für diese Entwicklung auf. Sollte das Unternehmen Ihre Bemühungen nicht unterstützen bleibt Ihnen immer noch der private Weg um sich, auch fehlendem Rückhalt, persönlich zu entwickeln.


In aller Unzufriedenheit und bei jeder Herausforderung gilt: Sie sind nicht machtlos und können immer aktiv gegen Ihre Unzufriedenheit angehen – ob durch Gespräche, Vorschläge und alternative Handlungen oder, in der letzten Konsequenz, durch den Wechsel des Arbeitsplatzes.


10 Tipps für Freude im Jahresstart

  • Positive Energie nutzen, aber realistisch bleiben.

Der Jahresstart ist voller Möglichkeiten und Optionen. Viele Menschen nutzen die Möglichkeit Veränderungen einzuläuten und an wichtigen Themen zu arbeiten. Gehören Sie auch dazu? Nutzen Sie die positive Energie, die mit diesen Möglichkeiten und der Zeit einhergehen. Bleiben Sie dabei realistisch. Nehmen Sie kleine Änderungen vor, die Sie auch langfristig durchhalten könne. So bleibt Ihnen die Freude an den positiven Ergebnissen länger erhalten.

  • Fokussieren Sie das Gute.

Das alte Jahr ist vergangen. Damit dürfen Sie alten Ballast und die negativen Gefühle aus dem letzten Jahr loslassen. Der Streit mit den Kolleginnen oder der Stress am Arbeitsplatz dürfen im alten Jahr bleiben. Fokussieren Sie das Gute. Worauf freuen Sie sich bei der Arbeit? Welche Erfolge und Meilensteine sehen Sie vor sich? Behalten Sie die positiven Emotionen im Fokus und arbeiten Sie auf diese hin. Das gibt neue Kraft, auch in schwierigen Phasen.

  • Nutzen Sie die Selbsttäuschung für das Positive.

Im Alltag kommen wir manchmal in eine negative Spirale. in dem wir uns immer wieder selber sagen wie schwer wir es haben. Das verstärkt unser negatives Gefühl und lässt es immer weiter wachsen. Nutzen Sie die Selbsttäuschung für das Positive. Lächeln Sie sich selbst jeden Tag im Spiegel an und überlegen Sie sich drei positive Dinge. Sagen Sie sich selber, wie gut Sie es haben. Das fördert die Ausschüttung der Glückshormone und sie stärken Ihre positive Grundhaltung.

  • Seien Sie achtsam.

In den ersten Tagen des neuen Jahres ist unser Kopf noch nicht so voll mit Informationen und Eindrücken. Gerade jetzt lässt sich die Achtsamkeit besonders gut üben. Nehmen Sie Ihre Umgebung, bei der Arbeit oder zu Hause, bewusst wahr. Achten Sie einmal auf Hintergrundgeräusche, Gerüche aus Ihrem Umfeld oder Verhaltensweisen von Menschen. Beurteilen Sie Ihre Wahrnehmung nicht, sondern lassen es einfach nur geschehen. Durch diese Übung von Achtsamkeit können Sie kleine Auszeiten schaffen, positive Erlebnisse sammeln und Kraft im Alltag schöpfen.

  • Erledigen Sie eine wichtige Sache.

Haben Sie doch noch ein paar Altlasten aus dem letzten Jahr mitgenommen? Nehmen Sie sich eine wichtige Sache davon und erledigen Sie sie so schnell wie möglich. Am besten heute! Damit legen Sie den alten Ballast ab und können das gute Gefühl von „erledigt“ mitnehmen für andere Aufgaben im neuen Jahr.

  • Machen Sie eine „Liste der Freude“.

Schreiben Sie auf eine Liste 20 Dinge, die Ihnen Freude bereiten. Diese können so groß oder so klein sein wie Sie wollen. Nutzen Sie diese Liste um jeden Tag ein bisschen Freude einzubauen. Schauen Sie am Morgen auf die Liste und suchen Sie sich eine Sache für diesen Tag aus. Die Liste können sie, besonders bei neuen Dingen die Freude bereiten, beliebig ergänzen.

  • Stellen Sie sich einer Herausforderung.

Gibt es etwas, dass Sie unbedingt machen wollen/sollen/müssen, sich aber bislang nicht trauen? Stellen Sie sich dieser Herausforderung. Sie werden es sicherlich besser bewältigen als Sie aktuell glauben. Und selbst wenn das Ergebnis nicht ganz den wünschen entspricht, so können sie doch sehr stolz auf sich sein, dass Sie den Mut hatten sich Ihren Ängsten oder Bedenken entgegenzustellen. Was für eine Freude!

  • Stellen Sie realistische Erwartungen – und nehmen Sie nur solche an.

Freude hängt eng an den eigenen Erwartungen und den Erwartungen die uns entgegengebracht werden. Seien Sie in den Erwartungen an sich selbst ehrlich und realistisch. Erfüllen Sie lieber eine geringere Erwartung über, als sich selbst immer wieder durch das nicht Erreichen zu enttäuschen. Genau so können Sie es auch mit Erwartungen anderer Personen an Sie halten.

  • Machen Sie Pläne für das neue Jahr.

Das alte Sprichwort behält recht: „Vorfreude ist die schönste Freude.“ Machen Sie schöne, aufregende, spannende Pläne für das neue Jahr und freuen Sie sich auf das was da noch kommt.

  • Tun Sie etwas für sich.

Machen Sie sich selbst eine Freude und nehmen Sie sich Zeit für sich. Dies kann in Form einer kleinen Aufmerksamkeit, eines Sportprogramms, einer schönen Tasse Kaffee oder, oder, oder sein. Tun Sie etwas für sich, das Sie voll genießen und an dem Sie sich erfreuen.



Teammeetings – Zwischen Fluch und Segen

Teammeetings in kleinem oder großen Rahmen müssen kein Problem mehr sein.

Teammeetings sind eines der beliebtesten und doch am meisten verhassten Methoden der Zusammenarbeit. Ob am Arbeitsplatz, im Ehrenamt oder auch als „Familienrat“ – Teammeetings sind häufig weniger erfolgreich als im ersten Moment gedacht. Doch woran liegt es? Und wie lässt es sich ändern?


Was ist das Problem mit Teammeetings?

Aus der Beobachtung von Teams verschiedener Branchen, unterschiedlicher Größe und variabler Zusammensetzung hat sich gezeigt, dass die Teammeeting immer die gleiche Tendenz haben: sie werden nach einiger Zeit zum „Kaffeekränzchen“ oder zur „Schweigestunde“. In beiden Extrem bedeutet dies, dass die genutzt Zeit nicht effizient ist. Ressourcen werden vergeudet, da weniger Ergebnisse aus dem Meeting hervorgehen.


Warum sollte das Team etwas verändern?

Eine effiziente Teamarbeit und damit erfolgreiche Teammeetings sorgen in der jeweiligen Gruppe für einen bessern Zusammenhalt, eine Verbesserung der gemeinsamen Zielausrichtung, effizientere Aufgabenbewältigung und damit für ein besseres Gesamtergebnis. Dabei stehen nicht nur wirtschaftliche und finanzielle Aspekte im Mittelpunkt. Im Gegenteil, insbesondere die persönliche Zusammenarbeit und damit die Arbeitsatmosphäre lassen sich so verbessern. Und wo zufriedene Mitarbeiter:innen tätig sind, dort sind auch die Ergebnisse für das Unternehmen vorteilhaft.


Wie kann das Problem behoben werden?

Wissen, Fertigkeiten und Umsetzung sind der Dreiklang für eine erfolgreiche Veränderung in Teammeetings.

Zunächst sollten die Durchführenden das Wissen rund um ein erfolgreiches Teammeeting erlangen. Dabei stehen Moderation, Kommunikation und Konfliktlösung im Fokus. Daraus ergeben sich Fertigkeiten die im Teammeeting positive Auswirkungen haben. Hierzu zählen eine positive Gesprächsführung, Werkzeuge zur Terminstrukturierung, eine effiziente Gestaltung von Sitzungen sowie praktische Problemlösungstechniken. Abwechslungsreiche Tools und gut gestaltete Rahmenbedingungen sind dabei ebenfalls Einflussfaktoren auf den Teamerfolg. Draus ergibt sich wiederum die praktische Umsetzung des Erlernten. Hierbei steht die Konsequenz der Durchführung, aber auch das Feedback zu den Veränderungen im Mittelpunkt. Ein individuelles Coaching, aber auch Teamcoachings können dabei unterstützen. Hierbei ist der Coach als neutraler Beobachter und Spiegelfläche für ein späteres Feedback tätig. Als Führungskraft erhalten Sie eine weitere Perspektive für Ihre persönliche Entwicklung. Auf der anderen Seite bekommt das Team die Möglichkeit die eigenen Ressourcen und Handlungen zu reflektieren und dabei ebenfalls an den Veränderungen (zusammen)zuwachsen.


Was ist das Ergebnis?

Durch die Veränderungen wächst Ihr Team zusammen und ist in der Lage Herausforderungen besser zu meistern. Teammeetings verlaufen für alle Beteiligten ruhiger und ergebnisorientierter. In weniger Zeit in der Teamsitzung wird mehr erreicht. Im Ergebnis sind die Teammitglieder zufriedener, erfolgreicher und damit legt Ihre Teamsitzung den Fluch der Zusammenarbeit ab und wird wieder zum Segen.

Berufliche Veränderungen – Gewinn oder Verlust sind Ihre Wahl

„Ich brauche die Abwechslung.“

„Jeden Tag nur im Büro sitzen, das könnte ich nicht.“

„Ich möchte einen Beruf mit ganz vielen Möglichkeiten.“


So, oder so ähnlich, höre ich regelmäßig Aussagen zur Berufs- oder Stellenauswahl. Und trotzdem empfinden viele Arbeitssuchenden die Veränderung durch eine Kündigung, ob selber initiiert oder vom Unternehmen ausgesprochen, als belastend. Ist das ein Widerspruch? Nicht wirklich!

Ich kann Abwechslung und häufige Veränderung lieben und doch bringen Veränderungen Unruhe in einen gewohnten Ablauf, selbst einen unroutinierten Ablauf mit vielen spannenden beruflichen Herausforderungen. Und genau diese Unruhe wird von vielen Arbeitnehmern und Privatpersonen als stressig oder herausfordernd erlebt. Doch warum stressen uns Veränderungen so sehr? Und was passiert dabei?

Die schweizerisch-amerikanische Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross hat sich mit der elementarsten Veränderung unseres Lebens befasst – dem Tod. Dabei entwickelte sie eine Veränderungskurve die beschreibt in welchen emotionalen Schritten Menschen einschneidende Erlebnisse und Veränderungen durchlaufen.


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Im Laufe einer wesentlichen Veränderung, wie zum Beispiel dem Wechsel der Arbeitsstelle, erleben wir dabei einen Auf- und Abschwung der Emotionen bis wir zur Akzeptanz und Integration unserer neuen Realität kommen. Wie können wir Veränderungen im Rahmen des Stellenwechsels begegnen, um den natürlichen Prozess der Veränderung gut und mit positivem Ergebnis zu bewältigen?


5 Tipps zur Veränderungsbewältigung


Akzeptanz üben, statt zu kämpfen

Veränderungen gehören zu unserem beruflichen Alltag. Auch der Wechsel des Arbeitsplatzes ist ein Teil unserer beruflichen Entwicklung. Versuchen Sie dies als Tatsache anzunehmen und die Veränderung zu begrüßen, statt sie zu bekämpfen. Damit behalten Sie Ihre Energie für andere wichtige Schritte, statt sie im Kampf zu vergeuden. Stellen Sie sich hierzu folgende Fragen:

  • Habe ich Einfluss auf das Geschehen?
  • Könnte ich Einfluss darauf nehmen?

Wenn sich zeigt, dass Sie weder Einfluss haben noch nehmen können, dann ist der Kampf sinnlos und sie können Ihre Zeit und Energie besser in die Gestaltung des Arbeitsplatzwechsels stecken.


Aktiv statt reaktiv

Gestalten Sie den Arbeitsplatzwechsel proaktiv mit, statt abzuwarten und zu hoffen, dass irgendjemand Ihnen Angebote und Ideen präsentieren wird. Sie können aktiv Vorschläge zum Austritt und dem Übergang bei Ihrem alten Arbeitgeber machen und sich aktiv in den Start am neuen Arbeitsplatz einbringen. Nutzen Sie die Übergangsphase zur Reflektion und Neuausrichtung für Ihre Tätigkeit.

Wechseln Sie Ihre Perspektive.

Auch wenn die Situation für Sie gerade unbeständig und belastend sein mag, versuchen Sie einmal einen optimistischen Blick auf die Situation. Was sind die positiven Aspekte der Situation? Lernen Sie gerade etwas, dass für Sie später wichtig sein wird? Welche neuen Begegnungen haben Sie durch den Arbeitsplatzwechsel erlebt? Optimismus erhöht Ihre Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit gegenüber Herausforderungen, und schützt Sie so vor übermäßigem Stress. Tun Sie also nicht nur der Situation, sondern auch Ihrem Körper und Geist etwas Gutes durch eine Portion Optimismus.


Schaffen Sie Sicherheit durch Routinen.

Insbesondere in unruhigen und unsicheren Zeiten können kleine Routinen den großen Abwechslungen einen ruhigen Gegenpol bieten. Mit täglichen Abläufen oder Ritualen am Morgen oder Abend schaffen Sie Beruhigung für die emotionalen Herausforderungen. Stehen Sie z.B. immer zur gleichen Zeit auf und schaffen eine Routine am Morgen oder gestalten Sie eine Feierabendroutine bevor Sie ins Bett gehen. Damit erhalten Sie Verlässlichkeit für sich und ein sicheres Gefühl in den unsicheren Zeiten.


Suchen Sie sich Unterstützung.

Sie müssen nicht allein durch die Veränderung gehen. Berufliche Veränderungen sind keine Schande und ein ganz natürliches Phänomen im Arbeitsleben. Nutzen Sie Unterstützungsangebote aus Familie-, Freundes- und Kollegenkreis. Das Netzwerk aus Personen, die Sie kennen, aber auch externen Experten, kann Ihnen helfen schneller und leichter durch diese Veränderungsphase zu kommen, damit Sie am Ende ebenfalls eine Unterstützung für andere Menschen in ähnlichen Lebensphasen sein können.


Ob berufliche Veränderungen Gewinn oder Verlust sind, hängt ganz von Ihnen ab. Es liegt in Ihrer Hand diesen Prozess, auch mit Unterstützung, zu gestalten. Nutzen Sie Ihre Ressourcen und Möglichkeiten, denn Sie haben den Gewinn der Veränderung verdient.

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